11.03.2016 16:51:54

Finnischer Notenbank-Chef verteidigt EZB-Maßnahmenpaket


Frankfurt (Reuters) - EZB-Ratsmitglied Erkki Liikanen hat die am Donnerstag beschlossenen Maßnahmen der Notenbank zur weiteren Lockerung der Geldpolitik verteidigt.

"Wir haben getan, was in dieser Lage notwendig war", sagte Finnlands Zentralbank-Gouverneur am Freitag dem finnischen Sender MTV. Die Fähigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) zu handeln sei noch nicht erschöpft. "Wir haben das Vermögen und wir haben das Werkzeug, falls es erforderlich ist." An den Finanzmärkten hatten die Schritte heftige Reaktionen ausgelöst. Kritiker sehen die Grenze der EZB-Geldpolitik erreicht.

Die EZB hat im Kampf gegen die aus ihrer Sicht viel zu niedrige Inflation und ein schwaches Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone den Leitzins auf 0,0 Prozent gesenkt, die monatlichen Anleihenkäufe ausgeweitet und den Strafzins für Banken verschärft, wenn diese bei der Notenbank über Nacht Geld parken. Dazu kündigte die Zentralbank mehrere besonders günstige und langfristige Kreditlinien für Banken an. Das ganze Paket sei so umfassend, dass selbst Experten Zeit bräuchten, es zu verdauen. "Wenn das alles verstanden ist, dann, denke ich, wird die Nachricht positiv sein," so Liikanen.

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