UPS - LEIDER IST IHR BROWSER VERALTET!

Um zukunftsfähig zu sein, wurde unsere aktuelle Webseite für die neuesten Technologien entwickelt.
Daher können bei alten Browsern leider Probleme auftreten.
Damit die neue Börse-Online-Seite richtig funktioniert und Spaß macht, empfehlen wir Ihnen einen dieser aktuellen und kostenlosen Browser herunterzuladen:

G20 setzen auf Strukturreformen zur Wachstumsstärkung

26.02.2016 17:31:52

- von Gernot Heller

Shanghai. (Reuters) - Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) setzen zur Überwindung der weltweiten Wachstumsprobleme verstärkt auf Strukturreformen.

Gastgeber China und die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, forderten die G20-Länder vor Beginn einer Finanzministerkonferenz in Shanghai am Freitag auf, bei der Umsetzung verabredeter Reformen Tempo zu machen. Sowohl Lagarde als auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble fürchten eine weitere Eintrübung der weltweiten Wachstumsaussichten. Schäuble sprach gar von Krisengefahren. Viele G20-Mitglieder sehen nach seinen Worten kaum noch Spielraum für die Geldpolitik, die die Konjunktur bislang mit ultraniedrigen Zinsen stützt. Schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme lehnt Schäuble ab.

Besonders von China erhielt Schäuble Rückendeckung. Die Volksrepublik hatte das Thema Strukturreformen zum Schwerpunkt ihrer G20-Präsidentschaft gemacht, woran Deutschland 2017 als nächstes Vorsitzland anknüpfen will. "Der Reformprozess ist hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben", sagte Chinas Finanzminister Jiwei Lou. Daher gelte es, mehr dafür zu tun, zum Beispiel mit der Öffnung von Märkten und mit mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt.

IWF-Chefin Lagarde sagte, um mehr Wachstum zu erzielen, müsse man sowohl auf der Angebots- wie der Nachfrageseite ansetzen. Damit lässt sie im Gegensatz zu Schäuble die Möglichkeit staatlicher Ausgabenprogramme offen.

EUROGRUPPEN-CHEF - GELDPOLITIK NOCH NICHT AUSGESCHÖPFT

Über den Beitrag der Geldpolitik zur Verstärkung des Wachstums gab es unterschiedliche Meinungen. Schäuble sprach davon, dass viele kaum mehr Spielraum für die Notenbanken sähen, mit zusätzlichen Maßnahmen die Konjunktur zu stützen. Dagegen sieht Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem durchaus noch Raum für weiteres Handeln. Allerdings müsse das sorgfältig gestaltet und auf Effektivität ausgerichtet sein. "Ich glaube nicht, dass die Geldpolitik bereits am Ende angekommen ist - es gibt noch mehr, was getan werden kann". Die Europäische Zentralbank sei sich der Risiken der ultra-lockeren Geldpolitik, auf die Schäuble immer verweist, bewusst.

Mit besonderer Spannung blicken die Finanzmärkte auf die Formulierungen zur Wechselkurspolitik im Abschlusskommunique der G20, das am Samstag veröffentlicht wird. Schäuble hatte am Donnerstagabend bereits signalisiert, dass die G20-Länder erneut deutlich machen werden, dass sie die Wechselkurse nicht als Mittel zur Wettbewerbsstärkung im Handel einsetzen wollen. Ähnlich äußerte sich auch US-Finanzminister Jack Lew.

Anmeldung notwendig

Benutzername oder E-Mail:
Passwort:
Anmelden
Um diese Funktionalität nutzen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Falls Sie noch kein Benutzerkonto bei boerse-online.de besitzen, können Sie sich hier kostenlos registrieren.

Eintrag hinzufügen

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit