"Die Gesellschafterfamilie wird langfristig Ankeraktionär von Hella bleiben", sagte Behrend. Die Familie habe sich verpflichtet, 60 Prozent der Anteile bis mindestens 2024 gemeinsam zu halten und "mit einer Stimme als Familie zu agieren." Die restlichen 25 Prozent der Anteile der Gesellschafterfamilie unterlägen der üblichen sechsmonatigen Haltefrist. Dem Gesellschafterkreis des vor 115 Jahren gegründeten Unternehmens mit Sitz im westfälischen Lippstadt gehören mehr als 60 Mitglieder an. Mittelfristig strebe die Firma den Aufstieg in den MDax an. Die Regeln der Börse sehen für eine Notierung im Nebenwerteindex einen Streubesitz von 25 Prozent vor oder eine Marktkapitalisierung von 500 Millionen Euro. Von beidem wird Hella nach dem Börsengang noch ein Stück entfernt sein.

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BRUTTOERLÖS LIEGT BEI RUND 278 MILLIONEN EURO

Hella will seine Geschäfte im Ausland vor allem in Amerika und China ausbauen. Behrend kündigte an: "Mit den Erlösen aus dem Börsengang können wir den langfristigen Wachstumskurs mit Nachdruck fortsetzen."

In einem ersten Schritt habe der Konzern über eine Privatplatzierung 11,1 Millionen Aktien zu 25 Euro je Anteilsschein ausgegeben und werde diese am 6. November über eine Kapitalerhöhung platzieren. Daraus werde Hella voraussichtlich ein Bruttoerlös von rund 278 Millionen Euro zufließen. Im Zuge des Börsengangs sei eine weitere Privatplatzierung von bis zu 5,75 Millionen Aktien geplant aus dem Besitz der Familie. Die Preisspanne werde Anfang kommender Woche veröffentlicht. Die Zeichnungsfrist werde voraussichtlich vom 3. bis zum 6. November laufen.

Das Unternehmen ist schon mit drei Anleihen im Volumen von insgesamt 1,1 Milliarden Euro am Kapitalmarkt vertreten und veröffentlicht daher bereits Quartalsberichte. Hella setzte im Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende Mai) mit weltweit knapp 31.000 Mitarbeitern 5,34 Milliarden Euro um und verdiente operativ 341 Millionen Euro. Netto blieben 230 Millionen Euro.

Reuters