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IWF-Chefökonom - Niedriger Ölpreis ist kein Wachstumsgarant

Washington/Berlin (Reuters) - IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld hat Abschied von der These genommen, dass ein sinkender Ölpreis generell gut für die Weltwirtschaft ist.

"Die Ölpreise sind seit mehr als eineinhalb Jahren anhaltend niedrig, aber unser neuer weltwirtschaftlicher Ausblick im April wird zeigen, dass der weithin erwartete Impuls für die globale Wirtschaft immer noch aussteht", schrieb Obstfeld mit zwei Kollegen in einem IWF-Blog vom Donnerstag.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hatte kürzlich bei einem G20-Treffen in Shanghai bereits angedeutet, dass eine weitere Rücknahme der Wachstumsprognosen nicht ausgeschlossen ist. Im Januar hatte die Finanzinstitution ihre Annahmen für die Weltwirtschaft bereits um jeweils 0,2 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent in diesem und 3,5 Prozent im kommenden Jahr nach unten revidiert.

Seit Juni 2014 sind die Ölpreise nach IWF-Angaben um rund 65 Prozent oder 70 Dollar gefallen. Nahezu parallel dazu habe aber auch das Wachstum in vielen Ländern nachgelassen. Das habe viele Beobachter, und dazu gehöre ausdrücklich auch der Internationale Währungsfonds (IWF), irritiert, hieß es in dem Blog. Denn bis dato sei man allgemein davon ausgegangen, das ein Ölpreis-Rückgang unter dem Strich positiv auf die Weltwirtschaft wirke. Die Kernannahme dabei sei, dass die Nachteile bei den Ölförderländer - beispielsweise Russland oder Saudi-Arabien - mehr als aufgewogen würden durch Vorteile bei den Abnehmerländern, zu denen Deutschland gehöre.

Die Entwicklung der Aktienmärkte in den vergangenen Wochen und Monaten allerdings stützt diese Sicht nach Obstfelds Darstellung nicht. Vielmehr seien die Aktienkurse in den letzten sechs Monaten eher gesunken, wenn der Ölpreis abgerutscht sei. Offenbar seien die Zusammenhänge zwischen Ölpreis und Wachstum erheblich vielschichtiger als bislang angenommen. Dabei spiele auch die Geldpolitik mit der Zinsentwicklung eine Rolle. "Wir argumentieren, dass die weltwirtschaftlichen Vorteile des billigen Öls sich wahrscheinlich paradoxerweise erst einstellen, wenn die allgemeine Preisentwicklung etwas nach oben geht und wenn die Industrieländer besser gelernt haben, mit dem Niedrigzins-Umfeld umzugehen", schrieben Obstfeld und seine Kollegen.

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