Kaufhof-Eigner peppt Warenhäuser für eine Milliarde auf

Kaufhof-Eigner peppt Warenhäuser für eine Milliarde auf
11.03.2016 09:32:00

Düsseldorf (Reuters) - Der neue Kaufhof-Eigner Hudson's Bay (HBC) will mit einem Milliarden-Investitionsprogramm seine Warenhäuser auf Vordermann bringen.

"Wir werden eine Milliarde Euro in den kommenden fünf bis sieben Jahren investieren", sagte HBC-Vorstandschef Jerry Storch dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). In einem ersten Schritt sollen im laufenden Berieb die Häuser in Düsseldorf, Stuttgart und Frankfurt modernisiert werden. Insgesamt sollen zehn Kaufhof-Filialen umgebaut werden. Allein in das Düsseldorfer Haus würden 30 Millionen Euro investiert.

Der bei HBC für das internationale Geschäft zuständige Manager Don Watros hatte bereits im Herbst in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters angekündigt, massiv in die neuen Warenhauskette investieren zu wollen - "mehr, als das Metro in der Vergangenheit getan hat." Die Standorte sollen aufgepeppt werden, neue Marken - auch die HBC-Marken Saks Fifth Avenue und Saks OFF - Kunden locken. HBC wolle zudem nicht nur auf Bekleidung, Schuhe und Handtaschen setzen - auch die Lebensmittel-Abteilungen bei Kaufhof sollen erhalten werden, hatte Watros angekündigt.

Die Warenhauskette war 2015 von der Düsseldorfer Metro für gut 2,8 Milliarden Euro an den nordamerikanischen Handelskonzern verkauft worden. Das Nachsehen hatte Karstadt-Eigner Rene Benko, der ebenfalls an Kaufhof interessiert war. Benko hatte sich immer wieder für eine Warenhaus-Allianz stark gemacht. Für den Konkurrenten, bei dem derzeit der Rotstift regiert, dürfte es nun noch schwieriger werden, im Wettbewerb zu bestehen.

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