13.02.2016 15:46:53

Keine Waffenruhe in Syrien in Sicht


München (Reuters) - US-Außenminister John Kerry hat Russland aufgefordert, die Luftangriffe auf Gruppen der gemäßigten Opposition in Syrien einzustellen.

"Die große Mehrzahl der russischen Angriffe richtet sich bisher gegen legitime Oppositionsgruppen", kritisierte Kerry auf der Münchner Sicherheitskonferenz am Samstag. "Es ist entscheidend, dass Russland seine Zielauswahl ändert." Dies sei auch das Ergebnis der Syrien-Konferenz in der Nacht zum Freitag. Kerry kritisierte zugleich den Einsatz ungesteuerter Bomben, durch den viele Zivilisten umkommen und der vor allem Russland zugeschrieben wird.

Nach Angaben der oppositionellen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte flogen russische Kampfbomber auch am Samstag Angriffe auf Rebellen-Orte rund um Aleppo. Die Entwicklung in Aleppo, das Russland zuletzt massiv bombardiert hatte und das kurz vor dem Fall an die mit Moskau verbündeten Regierungstruppen steht, gilt als Gradmesser für den Erfolg der Vereinbarung von München. Dort hatten sich die USA und Russland am Freitag darauf verständigt, binnen einer Woche eine Feuerpause in dem Bürgerkriegsland zu erreichen und die humanitäre Lage der Menschen in den belagerten Städten deutlich zu verbessern. Der Beschuss der einst größten Stadt Syriens hatte eine weitere Fluchtwelle Zehntausender Menschen an die türkische Grenze ausgelöst, wo sie nun festsitzen.

Die UN-Hilfstransporte in die belagerten Städte Syriens sollen nach den Worten Kerry spätestens am Sonntag beginnen. Die Lastwagen seien beladen und stünden bereit, sie sollten am Samstag oder Sonntag losfahren, erklärte der US-Außenminister.

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