03.01.2016 15:26:53

Mindestens 15 Tote bei IS-Anschlag auf irakisches Militär


Bagdad (Reuters) - Bei einem Angriff von fünf Selbstmordattentätern auf einen Militärstützpunkt im Irak sind Sicherheitskreisen zufolge mindestens 15 Soldaten getötet worden.

22 weitere Angehörige der Sicherheitskräfte seien verletzt worden, hieß es am Sonntag weiter. Zwei Attentäter hätten ihr mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug vor der Zufahrt der Kaserne nahe der Stadt Tikrit zur Explosion gebracht. Drei weitere Angreifer seien dann in den ehemaligen US-Stützpunkt nördlich von Bagdad eingedrungen und hätten sich dort in die Luft gejagt. In der Kaserne werden nach Angaben aus Sicherheitskreisen derzeit Polizisten ausgebildet. Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag.

Der IS hat weite Teile des Irak und im angrenzenden Syrien unter seine Kontrolle gebracht, wurde zuletzt aber zurückgedrängt. Im vergangenen April war der IS aus Tikrit vertrieben worden. Ende Dezember hatte die irakische Armee mit Ramadi die zweite größere Stadt dem IS wieder entrissen. Seither setzt die Miliz nach Angaben des Verteidigungsministeriums in ihrem Kampf verstärkt auf Selbstmordattentate. Bei zwei fehlgeschlagenen Anschlägen in der Provinz Anbar, deren Hauptstadt Ramadi ist, hätten die Extremisten 22 Attentäter eingesetzt. Das Militär habe bei dem Einsatz in Anbar mindestens 42 IS-Kämpfer getötet, darunter alle, die Selbstmordattentate hätten verüben sollen, teilte das Ministerium mit.

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