HANDWERKERPORTAL

Myhammer-Aktie: Ordentlich auf den Putz gehauen

Myhammer-Aktie: Ordentlich auf den Putz gehauen
18.01.2016 07:08:00

Die Aktie des gleichnamigen Handwerkerportals schießt förmlich durch die Decke. Die Börse honoriert den operativen Turnaround, immer mehr Anleger springen auf. Die Luft wird jetzt aber dünner. Von Lars Winter

Zu einem der heißesten Nebenwerte zählt momentan Myhammer. Die Aktie des gleichnamigen Handwerkerportals, die lange Zeit an der Börse nur ein Schattendasein fristete, vollzieht eine beeindruckende Kehrtwende. Seit dem Tief bei 1,22 Euro im April 2014 hat sich der Titel mehr als versechsfacht. Allein in den vergangenen vier Wochen schnellte der Wert um gut 150 Prozent nach oben. Die Luft wird kurzfristig auf jeden Fall dünner, gänzlich dürfte dem Papier die Puste aber längst noch nicht ausgehen.

Mittlerweile stimmt die fundamentale Basis, der operative Turnaround ist nachhaltig. Myhammer ist Deutschlands größtes Handwerkerportal im Internet. Handwerksfirmen können über die Onlineplattform an neue Aufträge kommen, Verbraucher den passenden Betrieb für Arbeiten rund um Haus und Garten finden. Das Spektrum reicht von kompletten Baumaßnahmen über Reparaturen und Wohnungsrenovierungen bis hin zu Umzügen. Finanziert wird der Vermittlungsservice über regelmäßige Beitragszahlungen der registrierten Handwerker. Das Geschäft brummt.

Seit sieben Quartalen steigen Umsatz und Betriebsgewinn (Ebit) kontinuierlich. Die Forderungsquote wurde von einst über 30 auf zuletzt drei Prozent gesenkt. Seit 2015 schreibt die Firma schwarze Zahlen. Der operative Cashflow ist nun ebenfalls positiv. Noch ist die finanzielle Basis zwar gering, doch der operative Aufwärtstrend dürfte sich fortsetzen. Für das Jahr 2015 erhöhte das Management die Prognose für das operative Ergebnis auf einen mittleren sechsstelligen Betrag. Unter dem Strich wird das noch nicht für tiefschwarze Zahlen reichen, doch schon im laufenden Jahr dürfte laut unserer Schätzung ein Nettogewinn von über einer Million Euro in den Büchern stehen. 2017 könnten schon weit mehr als zwei Millionen Euro hängen bleiben. Dann könnte sogar eine Tilgung der durch die Verlagsgruppe Holtzbrinck gewährten Darlehen in Reichweite rücken.

Auf Seite 2: Geldspritze durch Holtzbrinck



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