Noch kein grünes Licht für Rüstungs-Verkaufsplan von Airbus

Noch kein grünes Licht für Rüstungs-Verkaufsplan von Airbus

WKN: 938914 ISIN: NL0000235190 Airbus Group SE

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06.12.2016 - 13:57
26.01.2016 14:21:51

Berlin (Reuters) - Airbus kämpft bei seinen Verkaufsplänen für die Rüstungselektronik-Sparte mit politischen Unwägbarkeiten.

Zwar hat der Konzern die Bundesregierung nach Angaben des Wirtschaftsministeriums über Verkaufsabsichten informiert. Allerdings sei die "Handelsblatt"-Darstellung falsch, wonach es von dort bereits grundsätzlich grünes Licht für eine Veräußerung dieses Geschäfts an die Finanzinvestoren KKR und Carlyle gegeben habe, sagten mehrere Regierungsvertreter. Die Zeitung hatte von "Schlussverhandlungen" zu der Transaktion und von einem Kaufangebot von über 1,3 Milliarden Euro berichtet.

Die Bundesregierung machte deutlich, dass es ihr grundsätzlich wichtig ist, welche Auswirkungen eine solches Geschäft auf den Erhalt von Sicherheitstechnologie, Arbeitsplätzen und technologischen Kernfähigkeiten in Deutschland hat. Daher werde man den Prozess weiterhin aufmerksam begleiten und auch entsprechende Gespräche führen.

Eine Prüfung, ob ein etwaiger Verkauf nach dem deutschen Außenwirtschaftsgesetz genehmigungsfähig ist, ist dem Wirtschaftsministerium zufolge derzeit noch nicht möglich. Schließlich liege noch kein Vertragsabschluss vor. Daher gebe es auch noch keinen entsprechenden Antrag der neuen Eigentümer. Der deutsche Staat ist einer der Aktionäre von Airbus.

Airbus trennt sich derzeit von Randgeschäftsfeldern, um sich im Rüstungsgeschäft auf Flugzeuge, Raketen und Satelliten zu konzentrieren. Das unter dem Namen Orlando zusammengefasste Elektronikgeschäft umfasst Radarkomponenten, Optronic, Grenzkontrollsysteme und Komponenten zur elektronischen Kriegsführung.

Airbus-Strategiechef Marwan Lahoud hatte jüngst erklärt, sein Unternehmen mache gute Fortschritte bei dem Verkaufs-Vorhaben. Zuvor war bekanntgeworden, dass der europäische Konzern den Kreis der Kaufinteressenten, mit denen er vertieft verhandeln wollte, auf KKR und Carlyle beschränkt habe.

(Reporter: Gernot Heller, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1312 oder 030 2888 5168)

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