Noch keine Einigung über Asyl-Rückkehrer nach Nordafrika

Noch keine Einigung über Asyl-Rückkehrer nach Nordafrika
04.02.2016 14:37:00

Berlin (Reuters) - Der Berg unerledigter Asylanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ist auch zum Jahresanfang weiter gewachsen.

Die Zahl der Entscheidungen über Asylanträge stieg im Januar zwar im Vergleich zum Dezember um rund 6000 auf 49.384, wie das Bundesinnenministerium am Donnerstag mitteilte. Allerdings seien auch 52.103 Asylanträge eingereicht worden. Ende Januar habe es bei der obersten Asylbehörde in Nürnberg 371.754 noch nicht entschiedene Asylanträge gegeben. Das seien rund 7000 mehr gewesen als noch Ende Dezember.

Eine Abarbeitung des Antragsstaus gilt als ein zentraler Punkt, um die Asylverfahren zu beschleunigen und Flüchtlinge zurückzuschicken, die kein Bleiberecht erhalten. Von den Menschen, über deren Antrag im Januar entschieden wurde, erhielten 63,1 Prozent Schutz als Flüchtlinge nach der Genfer Konvention. Darunter wurden 0,3 Prozent als Asylberechtigte anerkannt. Abgelehnt wurden 26,7 Prozent der Anträge. Rund neun Prozent erledigten sich anderweitig. Hauptherkunftsländer der Asylantragsteller waren im Januar Syrien (27.306), der Irak (6636) und Afghanistan (4949).

Ein besseres Bild von der Dynamik der Flüchtlingszuwanderung vermitteln die Zahlen aus der Datenbank zur Erstverteilung von Asylsuchenden (Easy) auf die Bundesländer. Den bereits am Dienstag veröffentlichten Zahlen zufolge wurden im Januar rund 91.700 Flüchtlinge erfasst. Davon kamen rund 72.500 aus den drei Staaten Syrien, Irak und Afghanistan.

Die Zahl der neu in Deutschland angekommenen Flüchtlinge lag im Januar nach Einschätzung von Experten aber unter diesen Zahlen. Die Bundespolizei hatte bei Kontrollen im Grenzgebiet knapp 64.700 Migranten erfasst. Die Differenz zu den Easy-Zahlen erklären Experten zum Teil damit, dass bis zur Erfassung in der Datenbank Wochen verstreichen können. Im Januar habe es auch zahlreiche Nachregistrierungen aus dem Vorjahr gegeben.

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