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Nordex-Aktie, Novo Nordisk und Co.: Diese sieben Aktien stehen vor dem Turnaround

Nordex-Aktie, Novo Nordisk und Co.: Diese sieben Aktien stehen vor dem Turnaround
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23.09.2017 03:25:00

Gute Unternehmen, die vorübergehend mit Problemen zu kämpfen haben, sind so etwas wie das Idealszenario für Investoren - wenn die Wende zum Positiven denn gelingt. BÖRSE ONLINE stellt sieben Kandidaten vor, die exzellente Chancen auf ein Comeback haben. Von Andreas Meyer

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel erschien am 10.08.2017 in Heftausgabe 32/2017

Seit Jahrzehnten suchen Anleger an den Aktienmärkten nach der perfekten Strategie. Während die einen auf langfristiges Wachstum setzen, versuchen andere, Kurven und Kerzen im Chartbild zu interpretieren oder identifizieren unterbewertete Aktien mittels fundamentaler Kennzahlen. Wieder andere spekulieren auf den Niedergang von Unternehmen und hoffen auf Kursrückgänge. Aber auch das Gegenteil dieses Ansatzes verspricht besonders hohe Gewinne: das Investieren in kriselnde Unternehmen im Vertrauen darauf, dass die Wende zum Positiven eintritt. Das allerdings verlangt Ausdauer, Nervenstärke und die Bereitschaft zur Analyse.



Bereits Altmeister Warren Buffett befand: "Das Beste, was uns passieren kann, ist, wenn eine gute Firma vorübergehend Probleme hat. Wir wollen sie dann kaufen, wenn sie auf dem Operationstisch liegt." Dieses Zitat erlangte weltweit Berühmtheit und beschreibt die Kühnheit, die Buffett letztlich zu Weltruhm verhalf. Mit metaphorischer Einfachheit erklärt er in zwei Sätzen, wie der Ansatz in seinen Grundpfeilern funktioniert. Unternehmen, die kurzfristige Probleme haben, werden vom Markt oft stark abgestraft. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Aktienmärkte sich - wie aktuell - seit einigen Jahren gut entwickeln. Gerade dann fliegen hässliche Entlein besonders schnell aus den Depots.


In solchen Fällen gilt es, sich wie ein Detektiv auf die Suche zu machen, um die Ursachen der jüngsten Krise zu identifizieren. Dieser Schritt ist essenziell für das weitere Vorgehen und hilft dabei, ein Gefühl für Geschäftsmodell und Management des betroffenen Unternehmens zu erhalten.

Forschungen ergaben, dass der überwiegende Teil von Unternehmenskrisen auf Managementfehler zurückzuführen ist. Das ist prinzipiell positiv, denn solche Fehler können in den meisten Fällen korrigiert werden. Nur selten ist es zu spät, um Restrukturierungsmaßnahmen zu ergreifen.

Die Ursache für diese Art Fehler kann zum Beispiel in der Fehleinschätzung des Marktes oder in einer falschen Strategieausrichtung liegen. Beispielsweise setzte der frühere Mobilfunktelefonhersteller Nokia lange Zeit auf Handys mit Tastatur. Das Unternehmen erkannte nicht, dass sich die Kunden zunehmend dem Touchscreen zuwendeten.

Ein eindeutiges Managementproblem hatte auch ElringKlinger vor einiger Zeit. Die Vertriebler im Ausland gaben Vollgas und sammelten munter einen Auftrag nach dem anderen ein. Allerdings hatte der Automobilzulieferer am Ende zu viele Aufträge, die dann nicht mehr bedient werden konnten. Teure Extraschichten, Outsourcing in der Logistik und überteuerte Preise für dringend notwendige Einkaufsgüter waren die Folge. Es konnten zwar alle Aufträge bedient werden, jedoch litt die Rentabilität massiv. Schuld war eine fehlende Systematik vom Vertrieb über das Controlling hin zur Produktion. Mittlerweile wurde ein flächendeckendes SAP-System integriert, weshalb ähnliche Fehler nicht mehr auftreten sollten.

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