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OTS: Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen (LBS) / Hohe Nachfrage nach ...

21.03.2016 08:59:39

Hohe Nachfrage nach Häusern und Wohnungen hält an / Makler von LBS und

Sparkassen vermitteln im Jahr 2015 34.300 Objekte mit Rekordvolumen

von 6,4 Milliarden Euro - Preise überwiegend noch "im Rahmen"

Berlin (ots) - Preissteigerungen ja, Preisübertreibungen nein -

auf diese Formel lässt sich das Jahresergebnis der

LBS-Immobiliengesellschaften und der

Sparkassen-Immobilien-Vermittlungs-GmbH (Bayern) bringen, das heute

in Berlin vorgestellt wurde. Mit 34.300 vermittelten Objekten (plus

1,9 Prozent) im Wert von 6,4 Milliarden Euro (plus 7,5 Prozent) haben

die Makler von LBS und Sparkassen erneut einen Rekordumsatz erzielt.

Die Geschäftszahlen der größten Maklergruppe in Deutschland sind ein

wichtiger Indikator für das Wohnungsmarktgeschehen in der

Bundesrepublik.

"Das Vermittlungsgeschäft wird aktuell geprägt von der unverändert

hohen Nachfrage nach Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen sowie

einem knapper werdenden Angebot an Gebrauchtobjekten", erklärte

LBS-Verbandsdirektor Axel Guthmann bei der Vorlage der Zahlen. Der

inzwischen "angesprungene" Neubau verspreche perspektivisch

Entlas-tung, "denn wer in eine neue Wohnung einzieht, macht in der

Regel eine alte Wohnung frei". Diese Entwicklung brauche aber Zeit,

so dass es eine natürliche Entwicklung sei, wenn bei anhaltender

Knappheit die Preise für Bestandsobjekte weiter anziehen. Von

einzelnen "Hotspots" abgesehen seien die Immobilienpreise in

Deutschland aber immer noch moderat. So kostete eine Eigentumswohnung

aus dem Bestand bei LBS und Sparkassen im vergangenen Jahr

durchschnittlich 127.000 Euro (plus 7,8 Prozent), ein Einfamilienhaus

181.000 Euro (plus 5,4 Prozent). "Obwohl die Käufer von

Bestandsobjekten in der Regel noch zusätzlich Aufwendungen für

Instandsetzung und Sanierung einkalkulieren müssen, machen diese

Zahlen deutlich, dass Wohneigentum nach wie vor für große Teile der

Bevölkerung erschwinglich ist", erläuterte Guthmann. Dass die Preise

im Bestand nicht "davonliefen", sondern sich noch im Rahmen bewegten,

zeige auch der längerfristige Vergleich: innerhalb der letzten zehn

Jahre stiegen die Preise der von den LBS- und Sparkassenmaklern

vermittelten gebrauchten Eigentumswohnungen durchschnittlich um ein

Drittel, die Preise für gebrauchte Einfamilienhäuser um 22 Prozent

(während die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 17 Prozent

stiegen). Dabei sei die größte Preisdynamik auf dem Immobilienmarkt

in der zweiten Hälfte dieser Dekade zu registrieren, was unverkennbar

zurückzuführen sei auf die seither massiv gesunkenen

Kapitalmarktzinsen.

Neubauobjekte kosten nach den vorliegenden Vermittlungsergebnissen

sowohl bei den Eigentumswohnungen als auch bei Einfamilienhäusern

doppelt so viel wie Bestandsimmobilien. So mussten Erwerber im

vergangenen Jahr durchschnittlich 255.000 Euro für eine neue Wohnung

und 358.000 Euro für ein Haus bezahlen. Die ausgeprägte

Preisdifferenz zwischen Neubauten und Objekten im Bestand dürfte nach

den Worten Guthmanns insbesondere darauf zurückzuführen sein, dass

die neuen Objekte vor allem in den Schwerpunkten der

Wohnungsnachfrage entstehen, mit den dort tendenziell höheren

Grundstückspreisen. Aber auch die hohen Anforderungen an die

energetische Qualität eines Neubaus machten sich bemerkbar.

Aufgrund der historisch niedrigen Zinsen, der guten

Beschäftigungslage und des weiter wachsenden Wohnraumbedarfs - auch

aufgrund der deutlichen Zuwanderung - rechnet LBS-Verbandsdirektor

Guthmann mit einer Fortsetzung der hohen Nachfrage nach

Immobilieneigentum. Ob es gelingt, die Preise weiter im Zaum zu

halten, hänge letztlich davon ab, wie schnell die Neubautätigkeit auf

die inzwischen nicht nur in Ballungsgebieten und Universitätsstädten

sichtbaren Knappheiten reagiert. Entscheidender Engpassfaktor sei

dabei nicht die Investitionsbereitschaft, sondern vielmehr die

Bereitstellung von Bauland, wie auch die Vermittlungszahlen von LBS

und Sparkassen zeigten: Im zweiten Jahr in Folge stiegen die

Grundstückspreise um über 10 Prozent, im Zehn-Jahres-Vergleich um

über 50 Prozent. Insbesondere die Kommunen seien deshalb aufgerufen,

bestehende Flächenreserven zu mobilisieren.

OTS: Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen (LBS)

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/35604

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_35604.rss2

Pressekontakt:

Dr. Ivonn Kappel

Referat Presse

Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen

Tel.: 030 20225-5398

Fax : 030 20225-5395

E-Mail: ivonn.kappel@dsgv.de

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