OTS: KfW / Förderjahr 2015: KfW-Fördervolumen steigt aufgrund hoher Nachfrage ...

OTS: KfW / Förderjahr 2015: KfW-Fördervolumen steigt aufgrund hoher Nachfrage ...
03.02.2016 10:15:39

Förderjahr 2015: KfW-Fördervolumen steigt aufgrund hoher Nachfrage auf

79,3 Mrd. EUR

Frankfurt am Main (ots) -

- Fördervolumen in Deutschland wächst um 6,0 % auf 50,5 Mrd. EUR

- Anstieg der internationalen Finanzierungen auf 27,9 Mrd. EUR

(+9,7 %)

- Starke Nachfrage bei Klima- und Umweltfinanzierungen mit 29,5

Mrd. EUR (+11,0 %)

- Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland mit 1,5 Mrd. EUR gefördert

- Engagement im Bereich Venture Capital neu aufgestellt und

erweitert

Die KfW Bankengruppe hat im Jahr 2015 eine sehr hohe Nachfrage

nach ihren Finanzierungsprodukten verzeichnet. Die Förderzusagen sind

auf ein Gesamtvolumen von 79,3 Mrd. EUR gestiegen (2014: 74,1 Mrd.

EUR, +7,0 %).

Das inländische Fördergeschäft erreichte ein Zusagevolumen in Höhe

von 50,5 Mrd. EUR (2014: 47,6 Mrd. EUR, +6,0 %) und hat sich im

Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Dadurch konnten

Wachstumsimpulse für die deutsche Wirtschaft gesetzt werden. Der

Anstieg ist sowohl auf die anziehende gewerbliche

Finanzierungsnachfrage als auch auf die starke Nachfrage bei

Wohnungsbaufinanzierungen zurückzuführen.

Das Geschäftsvolumen im internationalen Geschäft lag mit 27,9 Mrd.

EUR um 9,7 % höher als im Vorjahr (2014: 25,5 Mrd. EUR). Stark

nachgefragt waren insbesondere Finanzierungen der KfW IPEX-Bank als

Spezialist für Export- und Projektfinanzierungen. Der

Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank verzeichnete erneut einen hohen

Anteil an Klima- und Umweltfinanzierungen und dort vor allem bei der

Finanzierung von umweltfreundlicher Energieerzeugung und -versorgung.

Wie in den vorangegangenen Jahren hat die KfW Bankengruppe ihre

Rolle als weltweit führender Finanzierer für Klima- und

Umweltfinanzierungen mit Finanzierungszusagen von insgesamt 29,5 Mrd.

EUR (2014: 26,6 Mrd. EUR, +11,0 %) weiter gefestigt.

"Das Jahr 2015 war ein sehr erfolgreiches Förderjahr. Mit ihren

Förderprodukten leistete die KfW einen wichtigen Beitrag zur

Modernisierung und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt Deutschlands.

Auch 2016 werden wir zielgerichtete Förderung anbieten. So werden wir

in den nächsten Jahren zwei Milliarden Euro über die

Landesförderinstitute für den sozialen Wohnungsbau bereitstellen",

sagt Dr. Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe.

Die KfW unterstützt Bund, Länder und Kommunen bei der

Flüchtlingshilfe. Die Verzahnung der internationalen mit den

inländischen Förderaktivitäten ist dabei ein wichtiger Faktor. Mit

der Anfang September 2015 gestarteten Sonderfazilität

"Flüchtlingsunterkünfte" konnte die KfW sehr schnell einen wichtigen

Beitrag zur Unterstützung der Kommunen in Deutschland bei der

Flüchtlingsunterbringung leisten. Aufgrund der ungebrochen hohen

Nachfrage wurde das Programmvolumen innerhalb kurzer Zeit von 300

Mio. EUR auf 1 Mrd. EUR und zum 20.01.2016 letztmalig auf insgesamt

1,5 Mrd. EUR aufgestockt. Mit diesem bereits im Januar 2016

ausgeschöpften Gesamtvolumen können insgesamt bis zu 150.000

Unterkunftsplätze entstehen.

"Die KfW-Sonderförderung Flüchtlingsunterkünfte ist das am

schnellsten wirkende Finanzierungsangebot in der Geschichte der KfW.

Noch nie wurde ein Förderprogramm so zügig umgesetzt und

ausgeschöpft", sagt Dr. Schröder.

Im internationalen Bereich hat der Geschäftsbereich KfW

Entwicklungsbank derzeit ca. 70 laufende Vorhaben mit

Flüchtlingsbezug in 20 Ländern und einem Gesamtvolumen von 1,4 Mrd.

EUR. Insgesamt gehen rund 570 Mio. EUR Neuzusagen in 38 Projekte, die

Flüchtlinge und die aufnehmenden Dörfer und Städte in den

Partnerländern direkt unterstützen.

Die Digitalisierung des Fördergeschäfts hat signifikante

Fortschritte gemacht. Einen Schwerpunkt bildete dabei der Ausbau der

Fördermittelplattform Bankdurchleitung Online 2.0 (kurz BDO 2.0.). Im

Bereich Wohnen erfolgt bereits heute jede zweite Kreditzusage online

und innerhalb weniger Sekunden. Mit ihrem Digitalisierungskurs

verfolgt die KfW konsequent das Ziel, die Antrags- und Zusageprozesse

zu vereinfachen, zu standardisieren und zu automatisieren. Bis Ende

2015 haben sich alle Finanzierungspartner an die

KfW-Fördermittelplattform angeschlossen bzw. stehen kurz davor.

Relevante Finanzvermittlerplattformen und auch die

Landesförderinstitute werden sukzessive angebunden. Zudem wurde im

Jahr 2015 der Grundstein für die Abwicklung gewerblicher Produkte

über BDO 2.0 gelegt.

Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

Im Rahmen der Umsetzung des Juncker-Plans hat die KfW zwei

Garantievereinbarungen mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF)

unter dem KMU-Fenster des Europäischen Fonds für Strategische

Investitionen (EFSI) unterzeichnet. Diese erlauben neue Kredite in

Höhe von insgesamt 1,5 Mrd. EUR für junge Unternehmen und Gründer

sowie innovative Unternehmen. Weitere Finanzierungen und

Kooperationen unter Einbeziehung des EFSI befinden sich in der

Planung. Zudem engagierte sich die KfW im Rahmen ihrer Aktivitäten

zur kapitalmarktorientierten Mittelstandsfinanzierung auf dem

europäischen Verbriefungsmarkt. Erstmals konnten dabei gemeinsam mit

der Cassa Depositi e Prestiti (CDP) und dem EIF über eine

italienische Leasingverbriefung Finanzierungen für europäische KMU

bereitgestellt werden. Dies kann ein Modell für eine zukünftig

stärkere Kooperation europäischer Förderinstitute darstellen. Der

Ausbau dieser Zusammenarbeit bildete einen weiteren Schwerpunkt der

Arbeit der KfW im zurückliegenden Jahr.

"Die KfW ist sich ihrer Verantwortung für den europäischen

Einigungsprozess bewusst. Mit unserem Beitrag stärken wir nicht nur

die wirtschaftliche Entwicklung in Europa, sondern auch bei uns in

Deutschland", sagt Dr. Schröder.

Im Geschäftsfeld Mittelstandsbank betrug das Neugeschäftsvolumen

im vergangenen Jahr 20,4 Mrd. EUR (2014: 19,9 Mrd. EUR). Die

Förderkreditnachfrage der Unternehmen erwies sich insgesamt deutlich

robuster als im Vorjahr.

Der Förderschwerpunkt Umwelt erzielte 2015 mit einem Fördervolumen

von 9,3 Mrd. EUR (2014: 8,2 Mrd. EUR) einen kräftigen Zuwachs. So

konnte im Bereich der gewerblichen Energieeffizienz mit einem

Neugeschäftsvolumen von 3,8 Mrd. EUR ein sehr gutes Ergebnis erreicht

werden (2014: 3,2 Mrd. EUR). Wesentlich dazu beigetragen hat die

ausgesprochen positive Marktresonanz auf das im Juli eingeführte

stark verbesserte Energieeffizienzprogramm. Auch im KfW-Programm

Erneuerbare Energien konnten die Vorjahreswerte (4,1 Mrd. EUR) mit

4,5 Mrd. EUR übertroffen werden. Damit leistet die KfW 2015 wieder

einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der nationalen Umwelt- und

Klimaziele.

Im Förderschwerpunkt Gründung (3,7 Mrd. EUR) wurde ein sehr

starkes Ergebnis erzielt (2014: 2,8 Mrd. EUR). Die Gründungsförderung

weist erstmalig ein Neugeschäftsvolumen von deutlich über 3 Mrd. EUR

aus. Dies konnte insbesondere durch die Ende 2014 umgesetzten

Produkterweiterungen sowie durch die attraktive Gestaltung der

Zinskonditionen erreicht werden.

In der Innovationsfinanzierung betrugen die Zusagen 0,8 Mrd. EUR

(2014: 1,4 Mrd. EUR). Deutlich gestärkt wird die

Innovationsfinanzierung durch die neue Strategie in der

Beteiligungsfinanzierung. Über die neuen ERP-Venture Capital

Fondsinvestments beteiligt sich die KfW in den kommenden Jahren mit

bis zu 400 Mio. EUR an deutschen und europäischen Venture Capital

Fonds. Insgesamt hebelt die KfW über die neue

Beteiligungsfinanzierung in den nächsten Jahren privates Kapital in

Höhe von bis zu 2,5 Mrd. EUR für innovative Start-Ups.

Die Zusagen im Bereich Allgemeine Unternehmensfinanzierung waren

mit 6,6 Mrd. EUR rückläufig (2014: 7,6 Mrd. EUR). Ausschlaggebend

hierfür war ein Nachfragerückgang beim Unternehmerkredit gegenüber

dem Jahr 2014, als dieser außerordentlich stark nachgefragt war

Im Geschäftsfeld Kommunal- und Privatkundenbank / Kreditinstitute

betrug das Neugeschäftsvolumen 30,1 Mrd. EUR (2014: 27,7 Mrd. EUR)

und erreichte damit auch im langjährigen Vergleich einen neuen

Spitzenwert.

Der Förderschwerpunkt Wohnen erzielte mit Zusagen in Höhe von 16,5

Mrd. EUR (2014: 14,3 Mrd. EUR) den kräftigsten Zuwachs. Grund war die

anhaltend starke Neubaukonjunktur aufgrund des knapper werdenden

Wohnraums in den Ballungsgebieten.

In der Infrastrukturfinanzierung wurde mit einem Fördervolumen von

5,0 Mrd. EUR (2014: 4,0 Mrd. EUR) ebenfalls ein starker Zuwachs

erzielt. Neben der ohnehin guten Nachfrage hat sich hier mit der

Sonderfazilität "Flüchtlingsunterkünfte" ein besonderer

Wachstumsimpuls ergeben.

Im Förderschwerpunkt Bildung und Soziales erreichte das

Fördervolumen mit 2,6 Mrd. EUR das Vorjahresniveau (2014: 2,6 Mrd.

EUR). Das Vertragsvolumen in der Allgemeinen Refinanzierung für

Landesförderinstitute lag mit 4,7 Mrd. EUR leicht über dem

Vorjahresvolumen (2014: 4,6 Mrd. EUR). In der Individualfinanzierung

Banken wurde mit der Refinanzierung von Exportkrediten und der

Vergabe von Globaldarlehen ein Fördervolumen von 1,3 Mrd. EUR

erreicht (2014: 2,2 Mrd. EUR).

Im Geschäftsfeld Kapitalmärkte wurden im Jahr 2015 neue

Förderansätze realisiert. Die Neuzusagen der Förderaktivtäten am

Kapitalmarkt zur Mittelstands- und Umweltfinanzierung lagen bei 1,1

Mrd. EUR. 2016 strebt die KfW Investitionen in

Verbriefungstransaktionen in Höhe von 1,0 Mrd. EUR an und wird sich

weiter aktiv auf dem europäischen Verbriefungsmarkt einbringen. Mit

dem 2015 neu aufgelegten Green-Bond-Portfolio ergänzt die KfW ihre

Finanzierungen im Umwelt- und Klimaschutz um ein

Kapitalmarktinstrument. Zum Jahresende 2015 beliefen sich die

Investments für dieses Portfolio auf 281 Mio. EUR, ein Ausbau auf bis

zu 1,0 Mrd. EUR ist in den nächsten Jahren geplant.

Im Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung, das von der KfW

IPEX-Bank verantwortet wird, wurde ein Neuzusagevolumen von 20,2 Mrd.

EUR (2014: 16,6 Mrd. EUR) erzielt. Hierzu trugen insbesondere die

Geschäftssparten Maritime Industrie (3,6 Mrd. EUR), Energie und

Umwelt (3,2 Mrd. EUR) sowie Luftfahrt und Schienenverkehr (2,8 Mrd.

EUR) bei. Die Finanzierungen im Bereich Maritime Industrie betreffen

zu einem erheblichen Teil Kreuzfahrtschiffe, diejenigen der Sparte

Energie und Umwelt im Wesentlichen On- und Offshore-Windparks sowie

mehrere Gas- und Dampf-Kombi-Kraftwerke. Das sehr gute Neugeschäft im

Bereich Luftfahrt und Schienenverkehr ist vor allem auf einige

größere Finanzierungen für den Schienenverkehr zurückzuführen. Auch

dies unterstreicht den Anspruch der KfW IPEX-Bank, signifikante

Beiträge für den Umwelt- und Klimaschutz zu leisten.

Der deutliche Anstieg gegenüber den Vorjahren ist bedingt durch

eine Kumulierung von Sondereffekten: Hierzu zählen insbesondere

großvolumige Einzelgeschäfte wie allein sechs Kreuzfahrtschiffe und

Bankenrefinanzierungen im maritimen Bereich. Hinzu kommt, dass die

Entwicklung des Dollar-Euro-Wechselkurses das Zusagevolumen im

Vergleich zu den Vorjahren um rund 1,0 Mrd. EUR überzeichnet. Mit dem

gestiegenen Neugeschäftsvolumen hat auch die konsortiale

Zusammenarbeit mit Partnerbanken weiter an Bedeutung gewonnen.

Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hält seine Neuzusagen

auf hohem Niveau. Im vergangenen Jahr wurden im Auftrag der

Bundesregierung rund 6,7 Mrd. EUR für Entwicklungsprogramme auf der

ganzen Welt bereitgestellt - die zweithöchste Summe überhaupt nach

dem Rekordjahr 2014 (EUR 7,4 Mrd.). Dabei erhielt die

krisengeschüttelte Region Nordafrika/Nahost mit 955 Mio. EUR einen

signifikanten Teil der Neuzusagen. Mit fast 60 % der Neuzusagen

werden außerdem Projekte und Programme im Klima- und Umweltschutz

gefördert.

Die DEG, Tochtergesellschaft der KfW, sagte 2015 rund 1,1 Mrd. EUR

(2014: 1,5 Mrd. EUR) für die Finanzierung von Investitionen privater

Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu. Angesichts

politisch und konjunkturell schwieriger Entwicklungen in wichtigen

Zielmärkten konzentrierte sich die DEG 2015 im Neugeschäft auf

Finanzierungen mit gutem Risiko-Ertrags-Profil und hoher

Entwicklungsrelevanz. Schwerpunkte bildeten dabei Finanzierungen in

Afrika und weiteren Zukunftsmärkten sowie für kleine und mittlere

Unternehmen: Mit 632 Mio. EUR entfielen rund 60 Prozent der

Neuzusagen auf den Mittelstand; für Afrika und weitere Zukunftsmärkte

konnten 566 Mio. EUR zugesagt werden, ein Anteil von 53 Prozent.

Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäftes nahm die KfW 2015 in

einem schwankenden Marktumfeld Mittel in Höhe von 62,6 Mrd. EUR an

den internationalen Kapitalmärkten auf. Sie emittierte 175 Anleihen

in 14 Währungen, wobei die Kernwährungen EUR und USD 82 % bestimmten.

Der USD hatte mit 45 % (28 Mrd. EUR) erstmals den größten Anteil. Die

KfW emittierte zudem fünf Green Bonds in EUR, USD, AUD, GBP und SEK

im Gegenwert von 3,7 Mrd. EUR. Im Jahr 2016 setzt die KfW ihre

etablierte Emissionsstrategie unverändert fort, der

Refinanzierungsbedarf liegt mit 70-75 Mrd. EUR höher als im Vorjahr.

OTS: KfW

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/41193

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_41193.rss2

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Kommunikation (KOM)Wolfram Schweickhardt,

Tel. +49 (0)69 7431 4400, Fax: +49 (0)69 7431 1778,

E-Mail: presse@kfw.de, Internet: www.kfw.de

Banner

Anmeldung notwendig

Benutzername oder E-Mail:
Passwort:
Anmelden
Um diese Funktionalität nutzen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Falls Sie noch kein Benutzerkonto bei boerse-online.de besitzen, können Sie sich hier kostenlos registrieren.

Eintrag hinzufügen

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit