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OTS: KfW / Trotz Finanzmarktvolatilität: Erholung im Euroraum noch intakt

08.03.2016 11:38:39

Trotz Finanzmarktvolatilität: Erholung im Euroraum noch intakt

Frankfurt am Main (ots) -

- KfW Research erwartet für 2016 BIP-Plus von 1,6 %, Prognose für

2017: 1,8 %

- Privater Konsum trägt Wachstum, Investitionen von Unsicherheiten

gehemmt

- Finanzmarktturbulenzen neben Konjunkturabkühlung in

Schwellenländern und offenen politischen Fragen in Europa das

größte Konjunkturrisiko

Die Wirtschaft im Euroraum wird in diesem Jahr weiter auf

Erholungskurs bleiben. Angesichts des holprigen Jahresbeginns an den

Finanzmärkten und der aktuellen Konjunkturabkühlung in einigen

Schwellenländern korrigiert KfW Research die bisherige Prognose für

das Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts jedoch leicht

nach unten auf 1,6 % (Vorprognose: 1,8 %). Für das Jahr 2017 erwartet

KfW Research ein Konjunkturplus von 1,8 %.

Wichtigster Treiber des Wirtschaftswachstums in der Eurozone

bleibt wie im Vorjahr der private Verbrauch. Nach Jahren der

Rezession besteht in einigen Ländern der Eurozone Nachholbedarf bei

den Konsumenten. Gestützt wird die Nachfrage von steigenden

Realeinkommen, die wiederum von niedrigen Energiepreisen und - wenn

auch langsam - sinkender Arbeitslosigkeit profitieren.

Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, bezeichnet

das BIP-Wachstum in der Eurozone im letzten Quartal 2015 als

erfreulich stabil. "Was wir an den europäischen Arbeitsmärkten sehen,

gleicht aber weiterhin einem Schneckenrennen. Die Arbeitslosenquote

sinkt zwar - aber zu langsam. Noch immer sind fast 17 Millionen

Menschen im Euroraum ohne Arbeit, viele davon in jungem Alter",

kommentiert Zeuner.

Die Investitionstätigkeit wird vorerst weiter von großen

Unsicherheiten gebremst. Neben Sorgen über die weltwirtschaftliche

Entwicklung und ungelösten politischen Fragen in Europa spielen hier

vor allem die Finanzmarktturbulenzen eine große Rolle. Denen stelle

sich vor allem die expansive Geldpolitik entgegen, sagt Zeuner. "Mit

der Geldpolitik kann man vieles erreichen, aber nicht alles. Die

Unternehmen verweigern der EZB die Gefolgschaft und halten sich mit

Investitionen zurück. Das ändert sich erst, wenn Europa mehr

Stabilität zurückgewinnt. Daran sollten alle europäischen Partner

mitarbeiten", so Zeuner. "Ansonsten bleibt nur die Fiskalpolitik,

auch wenn das wegen der Verschuldung in einigen Ländern Risiken mit

sich bringt."

Der aktuelle KfW-Konjunkturkompass Eurozone ist unter:

http://ots.de/0uIAU abrufbar.

OTS: KfW

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/41193

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_41193.rss2

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Kommunikation (KOM), Christine Volk,

Tel. +49 (0)69 7431 3867, Fax: +49 (0)69 7431 3266,

E-Mail: presse@kfw.de, Internet: www.kfw.de

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