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Ölpreis-Turbulenzen versetzten Europa-Börsen neuen Schlag

14.01.2016 12:01:53

Frankfurt (Reuters) - Wegen des anhaltenden Ölpreis-Verfalls und aus Furcht vor einer weiteren Abkühlung der Weltkonjunktur haben Anleger europäische Aktien am Donnerstag erneut aus ihren Depots geworfen. Daneben verdarb ihnen ein Reuters-Exklusivbericht die Laune, wonach EZB-Topbanker einer baldigen weiteren Lockerung der Geldpolitik skeptisch gegenüberstehen. "Das ist eine kalte Dusche", sagte Marco Vailati, Chef-Analyst der italienischen Bank Cassa Lombarda.

Hochrangige Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) sagten Reuters, für neue Geldspritzen gebe es derzeit keine zwingenden Gründe. Die Währungshüter hatten ihr Wertpapier-Ankaufprogramm erst im Dezember verlängert, um die drohende Deflation, eine Spirale fallender Preise und rückläufiger Investitionen, abzuwenden.

Als Reaktion auf den Reuters-Bericht verteuerte sich der Euro um rund einen halben US-Cent auf 1,0937 Dollar. Dadurch werden Waren europäischer Firmen auf dem Weltmarkt unattraktiver. Im Gegenzug büßten Dax und EuroStoxx50 jeweils 2,6 Prozent auf 9696 und 2992 Punkte ein.

Am Anleihemarkt wetteten einige Investoren dennoch auf eine neue Flut billigen EZB-Geldes. Außerdem schichteten sie wegen des Kursrutsches bei Aktien Vermögen in als sicher geltende Bundesanleihen um. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen Titel zeitweise auf ein Sechs-Wochen-Tief von 0,471 Prozent. Der Bund-Future, der auf diesen Bundespapieren basiert, stieg um 0,42 Ticks auf 160,18 Punkte.

SCHWÄCHELNDE KONJUNKTUR - FALLENDER ÖLPREIS

Bauchschmerzen bereitete Aktienanlegern unter anderem der durchwachsene Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed - das sogenannte Beige Book. Es signalisiere zwar ein Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft, betonten die Analysten der Essener National-Bank. "Getragen wird dieser jedoch weiterhin nur von der Binnenwirtschaft. Die Industrie kommt einfach nicht in Gang."

Diese trüben Aussichten drückten gemeinsam mit der anhaltenden weltweiten Überproduktion den Preis für Brent aus der Nordsee den vierten Tag in Folge auf ein Zwölf-Jahres-Tief. Die richtungsweisende Rohöl-Sorte verbilligte sich um bis zu 1,9 Prozent auf 29,73 Dollar je Barrel (159 Liter). Jochen Stanzl, Analyst des Online-Brokers CMC Markets, wies darauf hin, dass die Aufhebung der westlichen Sanktionen gegen Iran naht. "Teheran wird also bald damit beginnen, Öl zu exportieren. Iran zählt mit Produktionskosten von einem US-Dollar pro Barrel zu den günstigsten Ölförderländern der Welt."

K+S DENKT ÜBER BÖRSENGANG VON MORTON SALT NACH

Bei den Unternehmen richteten sich die Blicke der Anleger unter anderem auf K+S. Der Düngemittel-Hersteller denkt einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zufolge über einen Börsengang der US-Salztochter Morton Salt nach. Damit solle eine Übernahme von K+S erschwert werden. Das Kasseler Unternehmen war im vergangenen Sommer ins Visier von Potash geraten. Der kanadische Rivale gab seine Pläne nach heftigem Widerstand von K+S auf. Dessen Aktien stiegen zunächst um bis zu 1,5 Prozent, rutschten im Sog des fallenden Gesamtmarktes aber ins Minus und notierten 0,6 Prozent tiefer.

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