Original-Research: USU Software AG (von GBC AG): -

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WKN: A0BVU2 ISIN: DE000A0BVU28 USU Software AG

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30.09.2016 - 08:04
21.03.2016 09:00:40

Original-Research: USU Software AG - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu USU Software AG

Unternehmen: USU Software AG

ISIN: DE000A0BVU28

Anlass der Studie: GBC Managementinterview

Empfehlung: -

Kursziel: -

Letzte Ratingänderung:

Analyst: Cosmin Filker

Die USU Software AG hat erneut neue Rekordwerte beim Umsatz und Ergebnis

erreicht. Gemäß vorläufigen Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr 2015

wurde der Konzernumsatz um rund 12 % auf 66,1 Mio. EUR (GJ 2014: 58,9 Mio. EUR)

und das um akquisitionsbedingte Effekte bereinigte EBIT um 21 % auf 8,8

Mio. EUR (GJ 2014: 7,3 Mio. EUR) gesteigert. Gleichzeitig hat der Vorstand die

Guidance für das laufende Geschäftsjahr 2016 konkretisiert. Bei einem

Konzernumsatz in einer Bandbreite von 71 - 75 Mio. EUR und einem bereinigten

EBIT von 9 - 10,5 Mio. EUR soll die positive Entwicklung fortgesetzt werden.

GBC-Analyst Cosmin Filker hat mit dem USU Software AG-Vorstand Bernhard

Oberschmidt über die jüngste Geschäftsentwicklung sowie über die Aussichten

der USU Software AG gesprochen.

GBC AG: Herr Oberschmidt, mit einem erneut sehr starken Jahresendspurt hat

die USU Software AG neue Rekordwerte beim Umsatz und beim Ergebnis erzielt.

Können Sie die wichtigsten Faktoren dieser Entwicklung näher erläutern?

Bernhard Oberschmidt: Die USU-Gruppe hat drei Wachstumstreiber, nämlich der

weitere Ausbau des internationalen Geschäfts, die Vermarktung von

Innovationen sowie das anorganische Wachstum. Alle drei Faktoren sind in

2015 zum Tragen gekommen. Bei der Internationalisierung profitierte USU

insbesondere vom stark wachsenden US-Markt. Zugleich hat USU die

Produktneuentwicklungen wie z B. die Self-Service-Lösung USU Smart Link

erfolgreich im Markt eingeführt und auch die jüngste USU-Tochter, der

SAP-Lizenzoptimierer SecurIntegration GmbH, hat sich positiv entwickelt, so

dass letztlich alle Bereiche der USU-Gruppe zu dem Wachstum beigetragen

haben.

GBC AG: Bereits unterjährig hat sich gezeigt, dass das internationale

Geschäft die wichtigsten Wachstumsimpulse beigesteuert hat. Besonders

hervorzuheben sind hier die Erfolge des Lizenzmanagementspezialisten Aspera

GmbH in den USA. Was ist besonders an den USA und wie sehen die Planungen

hinsichtlich der Erschließung weiterer internationaler Märkte aus?

Bernhard Oberschmidt: der US-Markt ist sehr groß und weist in den von uns

besetzten Nischen wie Software-Lizenzmanagement eine vergleichsweise

geringe Marktsättigung und zudem kaum Wettbewerb auf - also quasi ein

Idealszenario. Wir planen kurzfristig in den USA noch präsenter zu werden,

vor allem, indem wir unser dortiges Angebotsportfolio erweitern. Dazu kommt

unsere Partnerschaft mit dem Software-Konzern CA Technologies sowie die

jüngst erfolgte Zertifizierung unserer Technologie durch den Marktführer

für IT-Service Management, ServiceNow. Aber auch in Europa möchten wir noch

präsenter und erfolgreicher werden, z.B. auf dem französischen Markt. Zudem

ist die Erschließung des asiatischen Marktes mittelfristig avisiert.

GBC AG: Neben der Dynamik im internationalen Geschäft hat die USU Software

AG in 2015 erfreulicherweise auch bei den Inlandsumsätzen wieder ein

Wachstum erzielt. Ist die noch in 2014 sichtbare Investitionszurückhaltung

der Unternehmen aus dem Finanzsektor damit vorbei?

Bernhard Oberschmidt: Im Produktgeschäft ja, und auch im Servicegeschäft

deutet alles darauf hin. Gerade im Finanzsektor beobachten wir mit der

digitalen Transformation des Servicegeschäftes eine grundlegend neue

Entwicklung. Dabei ist die intelligente Einbindung von Technologien

erfolgskritisch. Und so profitieren wir gerade im Service-Segment durch

maßgeschneiderte Anwendungen, Service-Portale oder individuelle Beratung.

Das zeigen nicht zuletzt auch die Auftragseingänge der jüngeren

Vergangenheit. Diese trugen letztlich mit zum Anstieg des Auftragsbestandes

zum Ende des Geschäftsjahres um fast 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf

EUR über 36 Mio. Euro bei.

GBC AG: Mitte des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Übernahme des

Spezialisten für SAP-Lizenzoptimierung SecurIntegration GmbH bekannt

gegeben. Welche Synergieeffekte lassen sich insbesondere im Zusammenspiel

mit der Aspera heben, und wie hat sich diese neue Tochtergesellschaft

entwickelt?

Bernhard Oberschmidt: Beim Zukauf der Securintegration GmbH stand das Thema

Portfolio ganz oben auf der Agenda. Denn der Spezialist für

SAP-Lizenzoptimierung ergänzt das bestehende USU-Portfolio im Bereich

Software-Lizenzmanagement in idealer Weise. Ein wichtiges Thema hierbei ist

derzeit die 'indirekte Nutzung von SAP-Lizenzen'. Das bedeutet, dass

Gebühren anfallen können, sobald Drittsysteme auf SAP-Anwendungen

zugreifen. Diese potenziellen Nachlizenzierungs-Forderungen stellen

SAP-Kunden vor ein unkalkulierbares finanzielles Risiko. Da das Thema

komplex, rechtlich umstritten und intransparent ist, ergeben sich durch die

Expertise von SecurIntegration interessante Geschäfts-Impulse. Ein

wesentlicher Wachstumstreiber wird in diesem Zusammenhang auch die weitere

Internationalisierung der USU-Gruppe sein. Denn der komplementäre Baustein

SAP-Lizenzoptimierung lässt sich sehr gut in die Aspera-Technologie

integrieren und aus einer Hand vermarkten.

GBC AG: Die hohe Wachstumsdynamik der vergangenen Geschäftsjahre ist auch

eine Folge der regen Akquisitionstätigkeit. Sie betonen die Notwendigkeit

weiteren anorganischen Wachstums für das Erreichen der 100 Mio.

EUR-Umsatzmarke im kommenden Geschäftsjahr. Wie charakterisieren Sie das

aktuelle M&A-Umfeld in der Branche?

Bernhard Oberschmidt: Nun, dieses ist durchaus schwierig, da die

Preisvorstellungen der Verkäufer z.T. deutlich überzogen sind. Der Fokus

jeder Akquisition liegt für mich in der strategischen Erweiterung der

USU-Gruppe. Ein idealer Übernahmekandidat von USU verfügt über innovative

Softwareprodukte, die unser bestehendes Konzernportfolio ergänzen, eine

breite Kundenbasis, ein erfahrenes Management und eine zur USU passende

Unternehmenskultur - so wie unsere jüngste Akquisition, die

SecurIntegration GmbH. Wenn dann auch noch der Kaufpreis stimmt, steht

einem Zukauf nichts im Weg. Aber wir lassen uns auch nicht unter Druck oder

gar Zugzwang setzen. Wenn ein geeignetes Unternehmen gefunden ist, dann

werden wir gerne aktiv und wenn die vorgenannten Kriterien nicht zutreffen,

dann suchen wir weiter. Bisher waren wir ja recht erfolgreich mit dieser

Vorgehensweise.

GBC AG: Im kommenden Geschäftsjahr könnte die anvisierte bereinigte

EBIT-Marge von 15,0 % erreicht werden. Was steht für die USU im

Vordergrund, das Umsatzwachstum oder die Verbesserung der Ergebnismarge?

Bernhard Oberschmidt: Ganz klar im Vordergrund steht die Ergebnismarge.

Diese sehe ich auch nicht abhängig von Akquisitionen, und sie ist insofern

planbarer. Die operative Marge auf Basis des Bereinigten EBIT soll bis Ende

2017 auf 15 Prozent steigen. Hier sind wir auf gutem Weg. Denn der Anteil

des höhermargigen Produktgeschäfts steigt Jahr für Jahr. Hatte das

Produktsegment noch vor 10 Jahren einen Anteil von etwa 45 Prozent am

Konzernumsatz, stieg dieser Anteil bis 2015 auf fast 80 Prozent an.

GBC AG: Können Sie Ihren Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2016

konkretisieren?

Bernhard Oberschmidt: Sehr gerne. Wir haben ja mit der Veröffentlichung der

vorläufigen Geschäftszahlen 2015 auch eine Prognose für 2016 bekannt

gegeben. Danach liegen wir - wie stets in den letzten Jahren - deutlich

über den Wachstumserwartungen des Branchenverbandes BITKOM für unsere

Segmente. Unsere Guidance für 2016 sieht einen Konzernumsatz im Bereich von

EUR 71 - 75 Mio. bei einem Bereinigten EBIT von EUR 9 - 10,5 Mio. vor.

GBC AG: Hr. Oberschmidt, ich danke Ihnen für das Gespräch

Fazit: Nach den erneuten Rekordwerten des Geschäftsjahres 2015 soll das

profitable Wachstum auch in 2016 fortgesetzt werden. Dabei stehen die drei

maßgeblichen Wachstumstreiber (dynamische Entwicklung der Auslandsumsätze,

Vermarktung neuer Produkte, anorganische Effekte) weiterhin im Vordergrund.

Durch die zunehmende Bedeutung des margenstarken Produktegeschäftes soll

zudem die Rentabilität sukzessive ausgebaut werden. Bis Ende 2017 soll

somit die bereinigte EBIT-Marge auf 15 % steigen, nachdem in 2015 eine

bereinigte EBIT-Marge von 13,3 % erreicht wurde. Nach der am 31.03.2016

geplanten Veröffentlichung des Geschäftsberichtes 2015 werden wir im Rahmen

einer Researchstudie (Anno) die Geschäftszahlen näher durchleuchten und

eine Bewertungsaktualisierung vornehmen.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:

http://www.more-ir.de/d/13611.pdf

Kontakt für Rückfragen

Jörg Grunwald

Vorstand

GBC AG

Halderstraße 27

86150 Augsburg

0821 / 241133 0

research@gbc-ag.de

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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach §34b Abs. 1 WpHG und FinAnV Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,6a,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter:

http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung.htm

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-------------------übermittelt durch die EQS Group AG.-------------------

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.

Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung

oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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