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Polen gerät nach S&P-Herabstufung ins Fadenkreuz der Märkte

16.01.2016 15:01:58

Warschau (Reuters) - Nach der heftigen Kritik aus der EU muss sich Polens neue nationalkonservative Regierung nun auch auf Gegenwind an den Finanzmärkten einstellen.

Wegen der Herabstufung der Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) erwartet Finanzminister Pawel Szalamacha weitere Kursverluste der Landeswährung Zloty zu Wochenbeginn. Sie war bereits am Freitag nach Bekanntgabe der S&P-Entscheidung im Vergleich zum Euro auf den tiefsten Stand seit vier Jahren gefallen. Kursschwankungen am Montag und Dienstag seien möglich, sagte Szalamacha der Nachrichtenagentur Reuters. Aber dann dürften sich die Märkte wieder auf die positiven Daten der polnischen Wirtschaft besinnen, prognostizierte der Minister und betonte: "Es ist zu früh, um über eine mögliche Intervention zur Verteidigung des Zloty auch nur nachzudenken."

S&P hatte am Freitag überraschend eine Senkung der Bonitätsnote auf "BBB+" von zuvor "A-" mitgeteilt. Begründet wurde dies mit der umstrittenen Reformen zum Verfassungsgericht und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die aus Sicht der S&P-Experten wichtige Institutionen des EU-Landes schwächen. Die Neuerungen stoßen auch unter den EU-Partnern auf Protest. Die EU-Kommission leitete in dieser Woche ein Verfahren ein, um die Rechtsstaatlichkeit in Polen zu überprüfen.

Schwächere Bonitätsnoten bedeuten in der Regel, dass Anleiheemittenten den Anlegern höhere Zinsen zahlen müssen. S&P setzte zudem den Ausblick auf "negativ" und warnte damit vor einer weiteren Herabstufung, sollte in Polen die Unabhängigkeit zentraler Einrichtungen wie der Notenbank zusätzlich untergraben werden.

Wirtschaftsminister Mateusz Morawiecki wies dies zurück. Die Unabhängigkeit der Zentralbank werde von der Regierung geachtet, unterstrich er im Radiosender RMF. Die Herabstufung bezeichnete Morawiecki als nicht völlig überraschend und stellte sie mit den aktuellen geopolitischen Krisen in Zusammenhang. "Die Investoren werden Polen nicht verlassen", fügte er hinzu.

Für Aufruhr in der Wirtschaft sorgen auch Pläne von Präsident Andrzej Duda zur Entlastung bestimmter Kreditnehmer. Dies ginge auf Kosten der Bankenbranche, die in Polen von ausländischen Instituten dominiert wird.

Die Agentur Fitch bestätigte am Freitag ihr Rating für Polen mit "A-" und einem stabilem Ausblick. Die Bonitätswächter von Moody's, die das Land mit "A2" bislang eine Stufe höher bewerten, legten keine aktualisierte Einschätzung vor.

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