22.02.2016 19:23:39

ATHEN (dpa-AFX) - Im Konflikt zwischen der griechischen Regierung und protestierenden Landwirten zeichnet sich noch keine Einigung ab. Ein erstes Gespräch zwischen Regierungschef Alexis Tsipras und 24 Vertretern verschiedener Bauernverbände brachte am Montag keine greifbaren Ergebnisse. Man wolle erst den Mitgliedern berichten und dann entscheiden, wie es weitergehe, sagten die Vertreter der Landwirte nach dem Gespräch.

"Wir können die Wirtschaft nicht ohne die Landwirtschaft voranbringen, aber die Landwirte müssen auch die schwierige Gesamtsituation des Landes berücksichtigen", forderte Tsipras.

Die Landwirte wehren sich gegen einschneidende Reformen bei Renten und Steuern. Die Regierung ist bereit, ihnen entgegenzukommen: So könnte beispielsweise die geplante Erhöhung der Rentenbeiträge von 7 auf 20 Prozent des Einkommens erst bis zum Jahr 2021 anstatt wie geplant schon bis 2019 erfolgen. Auch die Steuererhöhungen könnten stufenweise über einen längeren Zeitraum gestreckt werden.

Vor dem Regierungssitz in Athen kam es am Mittag zum Aufruhr. Mehrere Vertreter verschiedener Bauernverbände beklagten sich, vom Regierungschef nicht empfangen zu werden. "Man hat uns quasi die Tür vor der Nase zugeschlagen! Sie wollen nur mit Repräsentanten sprechen, die sie selbst ausgewählt haben", sagten sie dem Fernsehsender Skai. Ein Teil der Landwirte, der der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) nahesteht, blieb dem Gespräch von vornherein fern./axa/DP/she

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