ROUNDUP: Gegenwind für geplante Arbeitsmarkt-Reform in Frankreich

ROUNDUP: Gegenwind für geplante Arbeitsmarkt-Reform in Frankreich
09.03.2016 20:11:39

PARIS (dpa-AFX) - Die von der französischen Regierung geplante Reform des Arbeitsrechts stößt auf Widerstand. Bei zahlreichen Kundgebungen im ganzen Land protestierten am Mittwoch mehrere Hunderttausend Menschen gegen den Vorschlag, der den Arbeitsmarkt flexibler gestalten soll. Gewerkschaften schätzten die Zahl der Teilnehmer landesweit auf 400 000 bis 500 000. Das Innenministerium und die Pariser Polizeipräfektur schätzten die Zahl dagegen auf Anfrage auf bis zu 224 000, davon bis zu 29 000 in Paris.

Mit dem Gesetzesvorschlag will die Regierung gegen die hohe Arbeitslosigkeit kämpfen. Schon der Vorentwurf war aber auf Kritik gestoßen, der linke Flügel der regierenden Sozialisten fürchtet unter anderem eine Aushöhlung der gesetzlichen Arbeitszeit von 35 Stunden pro Woche. Die Regierung hatte die ursprünglich für diese Woche geplante Einbringung im Kabinett deshalb auf den 24. März verschoben.

"Alles in diesem Text sorgt dafür, dass die Rechte der Arbeitnehmer nicht mehr respektiert werden", kritisierte der Chef der Gewerkschaft CGT, Philippe Martinez, im Sender France Inter. "Die Regierung folgt einer liberalen Logik", monierte Jean-Claude Mailly von Force Ouvrière. Zu den Protesten am Mittwoch hatten Jugendorganisationen aufgerufen. Die Gewerkschaften haben für den 31. März einen weiteren Aktionstag angekündigt./sku/DP/he

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