ROUNDUP: Irlands Parlament kann sich nicht auf neuen Regierungschef einigen

ROUNDUP: Irlands Parlament kann sich nicht auf neuen Regierungschef einigen
10.03.2016 19:49:39

DUBLIN (dpa-AFX) - Rund zwei Wochen nach den irischen Parlamentswahlen ist es den Abgeordneten bei ihrer ersten Sitzung nicht gelungen, einen neuen Ministerpräsidenten zu wählen. Die Iren hatten die Koalition aus der konservativen Fine Gael von Ministerpräsident Enda Kenny und der Labour-Partei Ende Februar abgestraft. Fine Gael blieb zwar stärkste Kraft, aber wie erwartet bekamen weder Kenny noch seine drei Gegenkandidaten am Donnerstag in Dublin ausreichend Stimmen, wie der Sender RTÉ berichtete.

Kenny kündigte an, wie protokollarisch vorgesehen dem Präsidenten Michael D. Higgins seinen Rücktritt anzubieten. Voraussichtlich bittet dieser den scheidenden Ministerpräsidenten, bis zur Bildung einer neuen Regierung im Amt zu bleiben.

Es gibt für Fine Gael die Möglichkeit einer Minderheitsregierung oder einer großen Koalition mit der ebenfalls konservativen Fianna Fáil. Die Parteien sind sich programmatisch zwar nah, aber in Folge des irischen Bürgerkriegs traditionell verfeindet. Bislang hatte eine solche Koalition als praktisch undenkbar gegolten. Erste Gespräche zwischen verschiedenen Parteien waren ohne klares Ergebnis geblieben./ted/DP/he

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