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ROUNDUP: RWE sieht 'ermutigende Signale' bei Atomgesprächen

WKN: ENAG99 ISIN: DE000ENAG999 E.ON SE
9,56 EUR
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29.07.2016 - 17:54
08.03.2016 10:30:40

ESSEN (dpa-AFX) - Im Ringen um die Finanzierung des Atomausstiegs sieht der Energiekonzern RWE Fortschritte in den Gesprächen mit der Bundesregierung. "Ich bin zuversichtlich, dass hier eine für alle Seiten akzeptable Lösung gefunden werden kann", schrieb RWE-Chef Peter Terium im am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht. "Erfreulicherweise kamen vonseiten der Politik zuletzt einige ermutigende Signale."

Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr eine Kommission unter Leitung der Politiker Jürgen Trittin (Grüne), Ole von Beust (CDU) und Matthias Platzeck (SPD) eingerichtet, die mit den vier Atomkonzernen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall nach Lösungen zur Finanzierung des Atomerbes suchen soll.

RWE: UNTERNEHMEN MÜSSEN LEISTUNGSFÄHIG BLEIBEN

Ursprünglich sollte sie schon Ende Februar ihre Vorschläge veröffentlichen, wie die Rückstellungen der Konzerne für Abriss und Endlagerung des Atommülls in Höhe von rund 38,5 Milliarden Euro langfristig gesichert werden können. Doch das Gremium braucht mehr Zeit. Zuletzt war deutlich geworden, dass die Unternehmen noch zögern, sich auf ein Gesamtpaket für einen "Entsorgungskonsens" einzulassen.

Terium betonte nun, dass die Bundesregierung der Kommission mit auf den Weg gegeben habe, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen zu berücksichtigen. RWE kämpft wie die anderen Energiekonzerne wegen des von ihnen verschlafenen Ökostrombooms mit wegbrechenden Gewinnen.

RATING UNTER DRUCK

Finanzvorstand Bernhard Günther verwies auf den Druck der Ratingagenturen. Diese hätten derzeit zwar den gesamten europäischen Versorgersektor unter kritischer Beobachtung. "Die deutschen Versorger allerdings haben wegen der Unsicherheiten in Sachen Kernenergie besonders schlechte Karten", sagte Günther. Bei einer Abwertung der Einschätzung der Ratingagenturen drohen den Unternehmen höhere Zinsbelastungen. Günther forderte daher, dass die Atom-Lösung das Rating nicht weiter unter Druck setzen dürfe. RWE müsse auch im Falle von neuen Finanzkrisen sich weiterhin zu "akzeptablen Konditionen" refinanzieren können.

Zuletzt war aus Verhandlungskreisen durchgesickert, dass die Konzerne um die 18 Milliarden Euro in einen Staatsfonds übertragen könnten. Der Fonds würde End- und Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente übernehmen. Das Risiko möglicher Mehrkosten für die Endlagerung könnte dem Vernehmen nach "ab einem gewissen Zeitpunkt" der Staat übernehmen. Die Unternehmen blieben für den Rückbau der Atommeiler sowie die Atommüll-Behälter verantwortlich.

FORDERUNG NACH KAPAZITÄTSMARKT

Angesichts des Verfalls der Strompreise im Großhandel forderte Terium erneut Geld für das Bereithalten derzeit kaum noch profitabler Kraftwerke. "Das neue Gesetz der Bundesregierung zum künftigen Strommarktdesign reicht überhaupt nicht aus, um ausreichende Preissignale zu setzen", klagte der Manager. So könne etwa das Braunkohlegeschäft bei einem Börsenpreis von derzeit rund 20 Euro je Megawattstunde wirtschaftlich nicht überleben. 2011 waren es noch mehr als 50 Euro.

"Schon auf relativ kurze Sicht wird sich herausstellen, dass wir (...) an einem Kapazitätsmarkt nicht vorbei kommen", sagte Terium. Dabei pochen die Unternehmen darauf, dass ihre Kohle- und Gaskraftwerke als verlässliche Reserve weiter gebraucht werden, um Stromausfälle in Zeiten mit einem geringen Ökostromangebot zu verhindern. Für das Bereithalten der dafür nötigen Erzeugungskapazitäten wollen sich die Unternehmen bezahlen lassen. Die Bundesregierung lehnt das bislang ab./enl/fbr

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