BÖRSENTAG MÜNCHEN

Robert Halver setzt auf Aktien und Gold

Robert Halver setzt auf Aktien und Gold
09.03.2016 07:42:00

Trotz Nullzinsen legen die Deutschen ihr Geld auf Sparbücher und in Staatsanleihen an. Völlig falsch, sagt Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse der Baader Bank. Er empfiehlt Aktien - und Gold. Von Sabine Gusbeth



Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken hat die Aktienmärkte beruhigt. Doch sie führt "zu massiven Fehlallokationen und Blasenbildungen", warnte Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse der Baader Bank auf dem Börsentag München. Die Messe für Privatanleger wird vom Finanzen Verlag, zu dem auch boerse-online.de gehört, veranstaltet. Als eindeutige Anzeichen nannte Halver die steigenden Immobilienpreise und den Negativzins auf den Anleihenmärkten.

Über Anleger, die jetzt noch Staatsanleihen kaufen, weil sie vermeintlich sicher sind, müsse er laut lachen, sagte der Finanzexperte. Er bezeichnete Staatspapiere als Teufelsanlage. Durch die lockere Geldpolitik sei hier eine gewaltige Blase entstanden. Er bringe aber auch nichts, das Geld auf dem Sparbuch zu belassen. Insgesamt seien in der Eurozone 6,5 Billionen Euro in Spareinlagen angelegt. "Die Leute sparen aus Angst", sagt Halver. Doch dieses Geld sei falsch investiert. "Wir sparen uns arm und finden es toll", bedauert er.

Die Aktienmärkte dagegen profitierten von der Liquidtätsschwemme der Notenbanken. Die Risiken, die die Märkte Anfang des Jahres unter Druck gebracht haben, hält Halver für beherrschbar. China habe seine Wirtschaft und den Aktienmarkt im Griff. Der Ölpreis habe seinen Boden gefunden. Wenn die Stimmung an den Finanzmärkten nun ins Positive drehe, steigen in Deutschland als erstes zyklische Aktien, ist sich Halver sicher. Daneben empfiehlt er Dividendenwerte, die regelmäßige Einkünfte lieferten. Noch nie haben die Dax-Konzerne so hohe Dividenden ausgeschüttet wie in diesem Jahr.

Darüberhinaus empfiehlt er in vernünftigem Maße auf Gold zu setzen. Es gebe nichts, was gegen die Krisenwährung spreche, sagt Halver. Im Gegenteil: "Unser Finanzsystem ist nicht intakt", glaubt der Experte. Dennoch ist er sich sicher "eine Finanzkrise wie 2008 wird es 2016 nicht mehr geben". Das würden die Notenbanken nicht zulassen.

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