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Ryanair-Aktie im Aufwind: Warum Anleger mitfliegen sollten

Ryanair-Aktie im Aufwind: Warum Anleger mitfliegen sollten

WKN: 823212 ISIN: DE0008232125 Lufthansa AG

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14.12.2017 - 08:08
31.05.2017 04:50:00

Die italienische Billig-Airline Alitalia steht zum Verkauf - doch bislang gibt es keine Interessenten. Airberlin fliegt rund drei Millionen Verlust jeden Tag ein. Easyjet rutscht wegen dem schwachen Pfund in die roten Zahlen. Das Überangebot an Flügen in Europa und der steigende Preisdruck zwingt die Airlines in die Knie. Nur ein Billiganbieter profitiert: Ryanair. Von Birgit Haas

Zwar haben die sinkenden Ticketpreise auch in der Ryanair-Bilanz des vergangenen Jahres Spuren hinterlassen: Um 13 Prozent auf durchschnittlich 41 Euro brachen die Preise beim irischen Anbieter bis zu Ablauf des Geschäftsjahres Ende März ein. Der Umsatz wuchs trotz einem Kundenwachstum von 13 Prozent auf 120 Millionen Passagiere um lediglich zwei Prozent auf 6,6 Milliarde Euro.



Aber im Unterschied zu seinen Wettbewerbern schreibt Ryanair schwarze Zahlen: Unterm Strich stieg der Gewinn um sechs Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Und die Ziele von Konzernchef Michael O´Leary sind ambitioniert: In diesem Jahr soll Ryanair mit bald knapp 430 Boeing-737-Jets zehn Millionen Fluggäste mehr transportieren und den Gewinn um acht Prozent steigern.


Auf langer Strecke

Um das zu erreichen, will O´Leary auch von der Misere der Konkurrenz profitieren und Airberlin, Alitalia und Easyjet Passagiere abjagen. An einem Kauf der unter Sonderverwaltung der italienischen Regierung stehenden Alitalia ist O´Leary zwar nicht interessiert, aber an der Übernahme einiger Flugrouten. Wachsen wollen die Iren zudem durch eine Kooperation mit Air Europa - Ryanair soll Passagiere aus ganz Europa an die Abflughäfen der spanischen Fluggesellschaft zubringen. So kann Ryanair künftig auch Langstreckenflüge anbieten.

Das Dubliner Unternehmen fliegt darüber hinaus verstärkt Großflughäfen an, die wegen ihrer hohen Landegebühren lange tabu waren. Jüngstes Beispiel ist der Frankfurter Airport: Ryanair nahm den Lufthansa-Heimatflughafen im März mit zwei Maschinen ins Programm und will die Flotte nach Aussagen des Betreibers Fraport nächstes Jahr auf zwölf Jets aufstocken. Wegen des Vorstoßes brach zwischen der Kranich-Linie und Fraport ein Zwist vom Zaun. Fraport will mit dem neuen Kunden jedoch das rückläufige Kundenaufkommen in Schwung bringen.

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Bildquelle: Ryanair

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