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SAP-Aktie vor den Quartalszahlen: Was Anleger erwarten können

SAP-Aktie vor den Quartalszahlen: Was Anleger erwarten können
19.10.2014 23:00:00

Wenn SAP an diesem Montag die Zahlen für das dritte Quartal vorlegt, wird sich Konzernchef Bill McDermott wohl auf ein paar kritischen Fragen einstellen müssen - nach dem Umfeld, den Sparmaßnahmen und dem Kaufpreis für die geplante Übernahme des US-Softwareanbieters Concur. Ein Ausblick. Von Thomas Schmidtutz

SAP-Boss Bill McDermott ist ein Mann mit langem Atem. Beim US-Softwarehaus Concur wissen Sie das durchaus zu schätzen. Im März 2012 ließ der stets braun gebrannte Vertriebsprofi beim Cloud-Spezialisten für Reisekostenmanagement erstmals anfragen, ob es Interesse an einer "strategischen Transaktion" gebe. Es gab. Doch nach ein paar Wochen wurden die Gespräche ergebnislos abgebrochen.

Im vergangenen Mai nahm McDermott einen neuen Anlauf und schickte seinen Strategiechef Arlen Shenkman vor. Zwar ruderte SAP nach einem Meeting mit der Concur-Spitze am 28. Mai aus bislang ungeklärten Gründen zunächst erneut zurück. Doch kaum zwei Monate später besannen sich die Walldorfer plötzlich eines anderen. Am 22. Juli signalisierte McDermott in einem Telefonat mit Concur-Chef Steven Singh erneut sein Interesse an einer Übernahme. Am 22. September willigten die Amis ein.

Aber die Offerte aus Good Old Germany war einfach zu verlockend. Statt der zunächst in Aussicht gestellten 110 Dollar je Aktie wollen die Walldorfer nun satte 129 Dollar pro Anteilsschein des Softwarehauses aus Bellevue im US-Bundesstaat Washington locker machen. Das entspricht einem Aufschlag von satten 34 Prozent auf den Durchschnittskurs der Aktie vor ersten Gerüchten über ein mögliches Kaufinteresse.

Bei Concur können sie ihr Glück seither kaum fassen. Immerhin bewertet SAP das 1999 gegründete Unternehmen mit dem 10,2fachen des für 2015 erwarteten Umsatzes. "Die zugrunde gelegten Bewertungskennziffern", ließen die Amis unlängst in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC lakonisch wissen, "übertreffen jene vergleichbarer Übernahmen".



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Bildquelle: Schmidtutz

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