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SMA Solar-Aktie, Airbus und Co: Welche Nebenwerte Sie nach dem Crash kaufen können

SMA Solar-Aktie, Airbus und Co: Welche Nebenwerte Sie nach dem Crash kaufen können

WKN: A0WMPJ ISIN: DE000A0WMPJ6 AIXTRON SE

3,78 EUR
-0,04 EUR -0,99 %
02.12.2016 - 18:26
13.02.2016 13:09:00

Der Rücksetzer an den Aktienmärkten hat auch die Nebenwerte kräftig durchgeschüttelt. Nach dem Crash sind viele jetzt wieder günstiger zu haben. Wir stellen Ihnen unsere Favoriten aus MDAX, TecDAX und SDAX sowie aus dem Small-Cap Universum vor. Von Christian Scheid

Was war das für ein Jahresauftakt! Rund zehn Prozent hat der DAX seit Anfang 2016 bislang verloren. Damit hat der deutsche Leitindex die mühsam erarbeiteten Gewinne des Jahres 2015 komplett aufgezehrt. Wesentlich besser lief es bei den Nebenwerten. Die Indizes MDAX, SDAX und TecDAX, die die Aktien von mittelgroßen und kleinen Unternehmen sowie Gesellschaften aus Technologiebranchen repräsentieren, haben 2016 zwar ähnlich stark verloren wie der DAX, doch von den stattlichen Zugewinnen des Vorjahres ist bei MDAX und Co zumindest noch ein Großteil übrig.

Noch besser lief es bei den Small Caps, die in keinem Index gelistet sind. Von den 526 "kleinen" Aktien, die BÖRSE ONLINE regelmäßig beobachtet, weisen seit Anfang Januar 84 positive Vorzeichen auf. Das entspricht einer Quote von immerhin fast 16 Prozent. Bei den 160 Dividendentiteln der vier Auswahlindizes liegt der Anteil der Aktien mit einer positiven 2016er-Performance nur bei zehn Prozent.

Unsere Top-Empfehlungen


Doch natürlich kam es auch bei den Nebenwerten vielfach zu Gewinnmitnahmen, in einigen Fällen zu größeren Kursstürzen und vereinzelt sogar zu panikartigen Ausverkäufen. BÖRSE ONLINE hat daher den schlechtesten Jahresauftakt seit 2008 zum Anlass genommen, um das deutsche Nebenwerte-Universum genauer unter die Lupe zu nehmen. Zu den jeweils fünf Toptipps aus den Indizes von MDAX, TecDAX und SDAX gesellen sich fünf Empfehlungen von Aktien, die in keinem der Auswahlbarometer gelistet sind.

Die Outperformance der Nebenwerte ist nicht nur kurzfristig zu beobachten. Auf Sicht von mehreren Jahren haben mittelgroße und kleine Werte aus Reihe zwei und drei im Durchschnitt die Nase klar vorn. Dafür gibt es gute Gründe. Viele Unternehmen aus den hinteren Reihen des deutschen Aktienmarkts sind in ihrem operativen Geschäft Weltmarktführer. Gerade diese "Hidden Champions" sind an der Börse sehr begehrt. Unternehmen aus dem Nebenwertebereich sind meist spezialisiert, sei es auf einzelne Branchen, Regionen oder Produkte. Diese Nischenplayer haben gute Chancen, sich vom allgemeinen Konjunkturumfeld abzuheben und höhere Margen zu erzielen.

Bei unseren Empfehlungen haben wir uns aufgrund der anhaltend unsicheren Lage am Gesamtmarkt vorwiegend auf Aktien fokussiert, die vergleichsweise gut durch die Turbulenzen gekommen sind. Unsere Überlegung dahinter: Wer sich schon in der Krise tapfer schlägt, wird beim nächsten Börsenaufschwung so richtig aufdrehen. Konjunktursensible Titel, die natürlich ebenfalls unter den Nebenwerten zu finden sind, haben wir größtenteils gemieden. Wir sind nämlich der Meinung, dass Anleger diese Aktien derzeit sicherheitshalber untergewichten sollten. Denn noch ist unklar, inwieweit sich die Wachstumssorgen um China und andere Schwellenländer auf die Weltwirtschaft insgesamt und auf einzelne Unternehmen im Speziellen auswirken werden.

Fallstricke bei Nebenwerten


Ein Problem bei Nebenwerten ist die relativ geringe Liquidität. Aufgrund des dünnen Börsenhandels tauchen viele Small Caps auf den Radarschirmen institutioneller Investoren erst gar nicht auf. Eine wichtige Schwelle ist die Marke von 100 Millionen Euro Marktkapitalisierung. Unsere 20 Kaufempfehlungen im Rahmen dieser Titelgeschichte liegen ausnahmslos darüber. Erreicht eine Gesellschaft diese Mindestgröße, kann es indes sehr schnell weiter nach oben gehen, wie etwa bei Hypoport: Nachdem der Börsenwert des Finanzdienstleisters Anfang 2015 in den dreistelligen Millionenbereich vorgestoßen war, ging es mit der Notiz bis Ende des vergangenen Jahres auf das Fünffache nach oben.

Gerade wenn bei solchen heiß gelaufenen Nebenwerte-Highflyern viele Investoren gleichzeitig den Ausgang suchen, kann es eng werden. Größere Verkaufsorders ließen etwa den Kurs der Hypoport-Aktie Anfang Januar von fast 80 Euro auf gut 50 Euro fallen. Gerade am Ende dieser Kursbewegung kam es zu einer gewaltigen "Stop-Loss-Lawine": Die in Börsenbriefen und Anlegermagazinen angegebenen Stoppkurse wurden nacheinander ausgelöst. Zu ähnlichen Kursstürzen kam es auch bei den Papieren des Netzwerkspezialisten Adva, des Autozulieferers Paragon und des Finanzdienstleisters Fintech Group.

Stoppkurse sind Pflicht


Dennoch gehört das Setzen von Stopps zu den Erfolgsfaktoren bei der Anlage in Nebenwerten. Denn Stoppkurse sorgen dafür, dass bei unliebsamen Überraschungen rechtzeitig und automatisch die Reißleine gezogen wird. Beim Kauf ist es zudem sinnvoll, ein Limit zu setzen. Ansonsten kann es passieren, dass schon die eigene Order den Aktienkurs um mehrere Prozent nach oben treibt. Geht es dann nach dem Einstieg in die richtige Richtung, sollten Anleger die Stopps zudem regelmäßig nachziehen. Außerdem sollten sie niemals alles auf einen Nebenwert setzen, sondern das Risiko stets auf mehrere Aktien verteilen.

Wer sich trotz dieser wertvollen Tipps angesichts der aktuellen Marktlage unsicher ist, ob er einsteigen soll, kann dies in Etappen tun: Ein Drittel des vorgesehenen Kapitals wird sofort investiert, das nächste Drittel nach einem weiteren Kursrückgang und der Rest nach einer Stabilisierung. Wer diese Regeln beherzigt, hat mit seinem Depot gute Chancen auf eine Extraportion Rendite - auch im schwierigen Börsenjahr 2016.

Auf Seite 2: MDAX



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Bildquelle: Wolfgang Kriegbaum

Aktien in diesem Artikel

ADVA Optical Networking SE 6,84 -2,26% ADVA Optical Networking SE
Airbus Group SE 58,35 -2,54% Airbus Group SE
AIXTRON SE 3,83 -0,73% AIXTRON SE
Atos SE 94,06 -1,56% Atos SE
Bechtle AG 85,50 -1,53% Bechtle AG
Boeing Co. 141,85 -1,51% Boeing Co.
CANCOM SE 41,83 -0,90% CANCOM SE
Capital Stage AG 6,30 2,55% Capital Stage AG
CompuGroup Medical SE 38,09 1,29% CompuGroup Medical SE
Deutsche Wohnen AG St 28,29 1,07% Deutsche Wohnen AG St
Ferratum Oyj 14,97 -0,13% Ferratum Oyj
Fielmann AG 58,41 -0,38% Fielmann AG
GRENKE AG 136,55 -2,74% GRENKE AG
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Hypoport AG 68,15 -0,07% Hypoport AG
LEG Immobilien 69,50 0,43% LEG Immobilien
MorphoSys AG 41,17 0,33% MorphoSys AG
Paragon AG 43,51 -5,42% Paragon AG
publity AG 32,25 -0,29% publity AG
Sartorius AG St. 69,70 2,36% Sartorius AG St.
Schaltbau Holding AG 30,50 2,35% Schaltbau Holding AG
Siltronic AG 38,17 -1,96% Siltronic AG
SMA Solar Technology AG 21,69 -2,08% SMA Solar Technology AG
Tele Columbus AG 7,14 0,42% Tele Columbus AG
Wüstenrot & Württembergische AG 17,73 -1,42% Wüstenrot & Württembergische AG
Zalando 34,33 0,16% Zalando

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DAX 10.513,35
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TecDAX 1.686,41
-0,55%
MDAX 20.529,36
-0,55%
SDAX 8.947,62
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