19.03.2016 15:26:53

Selbstmord-Attentäter tötet vier Menschen in Istanbul


Istanbul (Reuters) - Bei einem Selbstmordanschlag in einer Einkaufsstraße der türkischen Metropole Istanbul sind am Samstag mindestens vier Menschen getötet worden.

Weitere 20 Menschen seien verletzt worden, teilte Gouverneur Vasip Sahin mit. Nach Angaben ds israelischen Außenministeriums sind Israelis unter den Verletzten. Ob auch Deutsche betroffen sind, war nach Angaben des Auswärtigen Amtes zunächst nicht bekannt. Der Gouverneur wies Gerüchte über weitere Anschläge in Istanbul als falsch zurück. In diesem Jahr wurde die Türkei bereits durch drei Selbstmordanschläge in Istanbul oder Ankara erschüttert.

Das Auswärtige Amt in Berlin forderte Reisende in Istanbul auf, zunächst in ihren Hotels zu bleiben. Die Touristen sollten sich über Medien und die Internetseite des Ministeriums über die Lage informieren, heißt es in den geänderten Reisehinweisen.

Ein Reuters-Augenzeuge berichtete,der Sprengkörper sei in der Straße Istiklal gezündet worden, einem zur Fußgängerzone umfunktionierten Boulevard mit vielen Geschäften und Einkaufszentren. Nur einige hundert Meter weiter befinde sich ein Parkplatz, auf dem üblicherweise Busse der Polizei abgestellt würden.

Bewaffnete Polizisten riegelten die Einkaufsstraße ab. Krakenwagen rasten zum Anschlagsort.

ANSCHLAGSORT WAR WENIGER BELEBT ALS ÜBLICHERWEISE

Die Straße Istiklal war weniger belebt als an Wochenenden üblich. Offenkundig war viele Menschen angesichts der vergangenen Anschläge zu Hause geblieben. Erst vergangenen Sonntag waren bei einem Selbstmordanschlag in der Hauptstadt Ankara 37 Menschen getötet worden. Vergangenen Monat starben ebenfalls in Ankara bei einem ähnlichen Anschlag 29 Menschen. Kurdische Extremisten haben für beide Anschläge die Verantwortung übernommen. Im Januar hatte ein Selbstmordattentäter zehn Menschen im historischen Kern Istanbuls getötet, die meisten von ihnen waren Deutsche.

Wegen Hinweisen auf Anschlägen sind die deutsche Botschaft in Ankara und das deutsche Generalkonsulat in Istanbul geschlossen. In deutsche Regierungskreisen hieß es zur Begründung, es drohe Gefahr aus islamistischen Kreisen.

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