ANALYSE

Siemens-Aktie: Technologiekonzern bastelt an weltgrößtem Windturbinenbauer

Siemens-Aktie: Technologiekonzern bastelt an weltgrößtem Windturbinenbauer

WKN: 851144 ISIN: US3696041033 General Electric (GE) Co.

29,40 EUR
-0,02 EUR -0,05 %
02.12.2016 - 18:58
02.02.2016 07:25:00

Erst vor wenigen Tagen hatte Siemens-Chef Joe Kaeser für rund eine Milliarde Dollar eine US-Softwarefirma gekauft, nun bereitet er bereits den nächsten Deal vor. Der Niederbayer liebäugelt mit dem spanischen Windturbinenbauer Gamesa.

Wie Reuters von Insidern erfahren hat, will Siemens sein eigenes Windturbinengeschäft mit dem der Spanier zusammenlegen und an der neuen Tochter die Mehrheit halten. Gamesa bestätigte Gespräche mit den Münchner, Siemens schweigt dazu. Die Pläne dürften für Kaesers Geschmack zu früh bekannt geworden sein.

Dabei eignet sich Gamesa eigentlich gut, wenn Siemens sich zum weltgrößten Anbieter von Windkraftanlagen aufschwingen will. Bislang rangiert der Technologiekonzern im weltweit immer härter geführten Wettbewerb auf Rang zwei hinter der dänischen Vestas und vor dem US-Erzrivalen General Electric (GE). Gamesa liegt mit einem Weltmarktanteil von fünf Prozent nur auf Platz acht, würde aber mit seinem Portfolio gut zu den Münchnern passen, die erst 2004 mit der Übernahme der dänischen Bonus Energy in das Geschäft mit Windparks eingestiegen sind. Siemens beschäftigt in dem Bereich rund 13.000 Menschen und verkauft vorwiegend Anlagen für den Betrieb auf See, Gamesa ist dagegen im Bereich der Turbinen an Land vertreten. Während Siemens bisher meist Industrieländer in Europa und Nordamerika beliefert, machen die Basken praktisch ihren kompletten Umsatz im Ausland, vor allem in Lateinamerika, Indien und anderen Schwellenländern.

Und das junge Unternehmen aus dem Hinterland von Bilbao ist mit seinen 6400 Mitarbeitern deutlich profitabler als das Windgeschäft von Siemens mit seinem Hauptsitz in Hamburg. Für das abgelaufene Geschäftsjahr hat Gamesa eine operative Rendite von über acht Prozent in Aussicht gestellt. Siemens, das mit 5,7 Milliarden Euro fast doppelt soviel Geld mit Windkrafttechnik einnimmt wie die Spanier, erreichte zuletzt kaum drei Prozent Marge. Als Schwierigkeit bei einem Zusammengehen kann sich die Kooperation von Gamesa mit der französischen Areva entpuppen. Die beiden unterhalten ein relativ kleines Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Windanlagen auf See. Mit dem früheren Partner Areva machte Siemens allerdings zuletzt schlechte Erfahrungen.

Auf Seite 2: ANALYSTEN SEHEN LICHT UND SCHATTEN



Seite: 1 | 2

Weitere Links:


Bildquelle: Elijah Nouvelage/Reuters

Aktien in diesem Artikel

Areva S.A. 4,50 -2,07% Areva S.A.
Firma Holdings Corp 0,05 0,00% Firma Holdings Corp
Gamesa Corporacion Tecnologica SAShs 19,04 -1,53% Gamesa Corporacion Tecnologica SAShs
General Electric (GE) Co. 29,40 -0,05% General Electric (GE) Co.
Iberdrola SA 5,55 -0,64% Iberdrola SA
Rolls-Royce Holdings Plc 7,99 -0,84% Rolls-Royce Holdings Plc
Siemens AG 105,80 -0,56% Siemens AG
Sulzer AG (N) 97,59 0,59% Sulzer AG (N)

Aktienempfehlungen zu General Electric (GE) Co.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
21.11.16 General Electric (GE) Neutral Goldman Sachs Group Inc.
01.11.16 General Electric (GE) buy Stifel, Nicolaus & Co., Inc.
01.11.16 General Electric (GE) buy Citigroup Corp.
24.10.16 General Electric (GE) market-perform Bernstein Research
24.10.16 General Electric (GE) Neutral Goldman Sachs Group Inc.
mehr Aktienempfehlungen

Anmeldung notwendig

Benutzername oder E-Mail:
Passwort:
Anmelden
Um diese Funktionalität nutzen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Falls Sie noch kein Benutzerkonto bei boerse-online.de besitzen, können Sie sich hier kostenlos registrieren.

Eintrag hinzufügen

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit