Stada geht trotz Schwierigkeiten in Russland weiter von leichtem Wachstum aus

Stada geht trotz Schwierigkeiten in Russland weiter von leichtem Wachstum aus

WKN: 725180 ISIN: DE0007251803 STADA Arzneimittel

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27.09.2016 - 17:02
23.03.2016 12:03:40

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Pharmakonzern Stada (STADA Arzneimittel) geht trotz Belastungen im Russlandgeschäft weiterhin von einem leichten Wachstum im laufenden Jahr aus. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn solle in diesem Jahr mindestens 170 Millionen Euro erreichen, sagte Vorstandschef Hartmut Retzlaff am Mittwoch bei der Bilanzvorlage in Frankfurt. Das wäre ein Plus von 2,5 Prozent oder mehr im Vergleich zum Vorjahr. Das erste Quartal sei bei dem Unternehmen aus Bad Vilbel bisher "gedämpft" ausgefallen.

Grund für den schwachen Jahresstart war nach Aussage von Finanzvorstand Helmut Kraft erneut eine ausgeprägte Währungsschwäche in Russland. Dies belastete schon im vergangenen Jahr das Ergebnis um etwa 100 Millionen Euro. Dazu komme derzeit eine schwache Entwicklung des britischen Pfunds, belastet durch die Diskussion über den möglichen Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union. Hier dürfte es erst nach der politischen Entscheidung über einen "Brexit" im Sommer Klarheit geben. Insgesamt habe die Nachfrage für freiverkäufliche Produkte im ersten Quartal angezogen, sagte Retzlaff.

In Zukunft will sich Stada noch mehr auf seine freiverkäuflichen Produkte konzentrieren, weil sie margenstärker als das Geschäft mit Generika sind. Sie machen gut 40 Prozent des Konzernumsatzes aus, aber schon fast die Hälfte des operativen Ergebnisses. So will das Unternehmen seine Sonnenschutzprodukte unter der Marke Ladival künftig auch in Großbritannien vertreiben, ein Schnupfenspray aus Russland soll es bald auch in deutschen Apotheken geben.

Dennoch will Stada auch weiter Nachahmerprodukte verschreibungspflichtiger Medikamente einlizenzieren. "Wir evaluieren weitere Optionen", sagte Retzlaff. Der Schwerpunkt liegt wie insgesamt in der Branche auf sogenannten Biosimilars, den Nachahmerprodukten biopharmazeutischer Arzneimittel. Ihre Herstellung ist aufwendiger und teurer als die der klassischen Generika für chemisch-synthetisch hergestellte Arzneien. Daher setzt Stada auf Einlizenzierungen von Biosimilars und verzichtet auf Eigenentwicklungen.

Derzeit hat Stada zwei Mittel zur Blutbildung in Umlauf, ein weiteres (Pegfilgrastim) könnte 2017 auf den Markt kommen. Weitere Produkte sind in der Pipeline, etwa ein Biosimilar zu Humira (Adalimumab). Dieses Mittel gegen rheumatoide Arthritis des US-Pharmakonzerns AbbVie ist mit 14 Milliarden US-Dollar das zur Zeit umsatzstärkste Medikament der Welt./nmu/men/stb

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