Deutsche Anleger sind mit 36 (2013: 37) Prozent in der Minderheit, der Rest lässt sich nicht zuordnen. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren noch 47 Prozent der 23 vergleichbaren Dax-Unternehmen in inländischem Besitz, damals lagen nur 45 Prozent in ausländischer Hand.

EY-Listing-Experte Martin Steinbach glaubt, dass der Trend sich in diesem Jahr fortsetzen wird. "Das anhaltend starke Engagement ausländischer Investoren beweist, wie sehr die deutschen Konzerne auf dem Weltmarkt geschätzt werden", sagte er. Vor allem angelsächsische Anleger dürften ihre Anteile an deutschen Großkonzernen erhöhen. "Der schwache Euro macht Investitionen in deutsche Blue-Chips für US- und britische Investoren besonders interessant."

Bei 18 Dax-Unternehmen stockten ausländische Anleger 2014 auf. Bei einzelnen Werten schichteten sie durchaus kräftig um: Beim Chip-Hersteller Infineon stieg ihr Anteil um 18 Prozentpunkte, beim Stahlkonzern ThyssenKrupp um 14 Prozentpunkte. Dagegen warfen sie Munich Re (minus acht), Fresenius Medical Care (FMC) und Deutsche Bank (jeweils minus sieben) aus den Depots. Den größten Anteil ausländischer Investoren hat weiterhin die Deutsche Börse (85 Prozent), gefolgt von Linde (82), Infineon und Lanxess (je 75).

Fast zwei Drittel des Dax liegen der EY-Analyse zufolge bei institutionellen Investoren wie Banken, Versicherern und Fonds, 13 Prozent bei reichen Familien oder anderen Unternehmen. In privater Hand sind im Schnitt gerade einmal 13 Prozent.

Reuters