Trump und Clinton siegen bei US-Vorwahlen - Bush gibt auf

Trump und Clinton siegen bei US-Vorwahlen - Bush gibt auf
21.02.2016 12:37:00

Las Vegas/Columbia (Reuters) - Der Milliardär Donald Trump hat die Vorwahl der Republikaner im US-Bundesstaat South Carolina klar für sich entschieden und damit seine Spitzenposition im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur gefestigt.

Der frühere Gouverneur von Florida, Jeb Bush, landete am Samstag hingegen abgeschlagen auf Platz vier und stieg aus dem Rennen aus. Bei der Urwahl der Demokraten im Bundestaat Nevada siegte die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton mit einem knappen Vorsprung vor ihrem Konkurrenten Bernie Sanders, der der früheren First Lady zuletzt die Favoriten-Rolle streitig gemacht hatte.

Auf Trump entfielen in South Carolina rund ein Drittel der Stimmen, auf seine stärksten Mitbewerber, die Senatoren von Florida und Texas, Marco Rubio und Ted Cruz, jeweils knapp ein Viertel. Für den Immobilien-Unternehmer Trump war es bereits der zweite Sieg in drei Wahlen. Der 69-Jährige wettert gegen Einwanderer und das Establishment. Bei vielen Amerikanern, die starkes Misstrauen gegenüber Politikern hegen, trifft er damit den Nerv. Es werde schwer sein, Trump noch die Kandidatur streitig zu machen, sagte ein Berater des früheren republikanischen Präsidentschafts-Bewerbers Mike Huckabee.

In seiner Siegesrede holte Trump gegen Journalisten aus. Sie hatten argumentiert, Trump werde beim Ausscheiden weiterer parteiinterner Konkurrenten auf mehr Gegenwind stoßen. "Diese Genies - Sie verstehen nicht, dass ich auch viele der Stimmen von denen bekomme, die ausscheiden", erklärte Trump siegessicher.

JEB BUSH RÄUMT DAS FELD - TRAUM ZERPLATZT

Für Jeb Bush platzte der Traum, genau wie einst sein Vater George und sein Bruder George W. ins Weiße Haus einzuziehen. "Die Menschen in Iowa, New Hampshire und South Carolina haben gesprochen und ich respektiere ihre Entscheidung", begründete er seinen Rückzug. Er hatte bei allen drei Wahlen überraschend schlecht abgeschnitten, obwohl er einst als Favorit seiner Partei gegolten hatte.

Clinton kam in Nevada auf etwa 53 Prozent der Stimmen, der selbst ernannte demokratische Sozialist Sanders erhielt rund 47 Prozent. Obwohl ihr Vorsprung nicht groß war, reagierte Clinton erleichtert, nachdem sie zuletzt in New Hampshire noch eine schmetternde Niederlage gegen den parteilosen Senator aus Vermont einstecken musste. "Manche haben vielleicht an uns gezweifelt", rief Clinton jubelnden Anhängern in Nevada zu. "Wir haben aber niemals an uns gezweifelt - das ist unsere Kampagne!"

Sanders gratulierte Clinton, zeigte sich aber weiter kämpferisch: "Wir haben Rückwind", sagte der 74-Jährige, der mit seinen Parolen gegen die ungleiche Verteilung von Reichtum insbesondere bei der jüngeren Wählerschaft große Popularität genießt.

Spannend für Demokraten und Republikaner wird der 1. März. An diesem sogenannten Super Tuesday finden in mehr als zehn Bundesstaaten Vorwahlen statt. Wegen der großen Zahl der Delegierten könnte hier eine Vorentscheidung fallen. Die Wahl des nächsten US-Präsidenten für den 8. November vorgesehen. Der Demokrat Barack Obama kann nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

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