09.03.2016 13:11:54

Ungarn verstärkt Grenzschutz nach Schließung der Balkan-Route


Budapest (Reuters) - Ungarn schickt mehr Soldaten und Polizisten an seine Grenze im Süden, nachdem mehrere Länder die sogenannte Balkan-Route für Flüchtlinge praktisch geschlossen haben.

"Ungarn wird seinen Grenzschutz verstärken", sagte Innenminister Sandor Pinter am Mittwoch vor Journalisten. "Wir erklären wegen der Migration den Krisenzustand für das gesamte Land." Die direkten Nachbarländer Slowenien, Kroatien und Serbien hätten Schritte unternommen, um die Zahl der Flüchtlinge, die sie ins Land lassen, zu beschränken, sagte Pinter. Die Regierung in Budapest werde auch Vorbereitungen treffen, um an der Grenze zu Rumänien, das im Südosten an Ungarn stößt, notfalls rasch einen Zaun errichten zu können. Ein solcher Schritt solle innerhalb von zehn Tagen möglich sein, sagte der Innenminister.

Ungarn hatte im Zuge der Flüchtlingskrise bereits vor einigen Monaten an der Grenze zu Serbien und Kroatien einen Zaun errichtet.

Auch Mazedonien hat seine Grenzen vollständig für Flüchtlinge geschlossen. Das Land folgte Slowenien und Serbien, die keine Flüchtlinge mehr passieren lassen. Alle drei Länder setzen damit faktisch eine Maßnahme um, die aus dem Entwurf der Abschlusserklärung des EU-Türkei-Gipfels gestrichen worden war, nämlich dass die Westbalkan-Route für Migranten geschlossen sei.

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