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VW will Kunden und Behörden in USA besänftigen

11.01.2016 14:46:54

Detroit (Reuters) - Mit der Ausweitung des Gutschein-Programms und konkreten Vorschlägen zum Stopp der Abgasmanipulation will Volkswagen bei Kunden und Behörden in den USA gut Wetter machen.

"Wir müssen nicht nur unsere Autos reparieren", sagte Konzernchef Matthias Müller am Sonntagabend vor der Automesse in Detroit. "Wir müssen unsere Glaubwürdigkeit reparieren." Er entschuldigte sich erneut für den Einsatz illegaler Software. "Wir haben einen großen Fehler begangen, einen technischen Fehler." Es habe aber nie die Absicht gegeben, Kunden oder Behörden hinters Licht zu führen. "Wir sind keine kriminelle Marke und keine kriminelle Gruppe." Der US-Umweltbehörde will Müller bei einem geplanten Spitzentreffen am Mittwoch ein Paket an Vorschlägen vorlegen - dazu gehört ein neuer Katalysator.

Um die Kunden zu besänftigen, will der Konzern das Gutschein-Programm ausweiten. Auch Besitzer des Geländewagens VW Touareg sollen 500 Dollar Bargeld und 500 Dollar Guthaben beim Händler bekommen, stellte US-Chef Michael Horn in Aussicht. Im November hatte der Konzern eingeräumt, dass neben der halben Million Fahrzeugen mit kleineren Motoren auch rund 80.000 Modelle von VW, Audi und Porsche mit größeren Dieselmotoren eine illegale Software zum Steuern der Abgasreinigung an Bord haben. Mit dem Drei-Liter-Dieselmotor, der von der Premiumtochter aus Ingolstadt entwickelt wurde, fahren VW Touareg, Porsche Cayenne und die Audi-Modelle A6, A7, A8, Q5 und Q7. Ein Audi-Sprecher sagte, ein ähnliches Programm wie für den Touareg sei in Arbeit.

"DINGE IN ORDNUNG BRINGEN"

"Unser ganzer Einsatz zielt jetzt darauf ab, die Dinge in Ordnung zu bringen", sagte VW-Chef Müller. Man habe Kunden, staatliche Stellen und Öffentlichkeit in den USA sehr enttäuscht. "Ich bitte daher um Entschuldigung für das, was bei Volkswagen falsch gelaufen ist." Auf die Frage, ob VW eine technische Lösung habe, antwortete der Konzernchef: "Aus unserer Sicht: ja." Man müsse aber abwarten, wie die Behörde das sehe. Er bestätigte, das Problem zu hoher Abgaswerte könne durch einen in den vergangenen Monaten von VW neu entwickelten Katalysator gelöst werden. Das Teil solle in rund 430.000 Fahrzeuge in den USA eingebaut werden, die mit der ersten Generation des Dieselmotors EA 189 unterwegs seien. Darüber hatte zuerst "Bild am Sonntag" berichtet. Müller sagte, noch sei offen, ob die Umweltbehörde, deren Chefin Gina McCarthy er am Mittwoch treffen soll, den Vorschlägen zustimmen werde. "Wir werden sehen, ob wir zu einem Ergebnis kommen werden oder nicht."

Er bekräftigte, Volkswagen wolle trotz drohender Milliardenklagen von Verbrauchern und des massiven Imageschadens an seinen Investitionsplänen in den USA festhalten. Zusätzlich zu den bisherigen Ausgaben von mehr als einer Milliarde Dollar für das Werk Chattanooga im Bundesstaat Tennessee plane der Konzern weitere Investitionen in Höhe von 900 Millionen Dollar. "Die USA sind und bleiben ein Kernmarkt für den Volkswagen-Konzern", sagte Müller. Bisher hätten sich nur sehr wenige Kunden wegen des Abgasskandals beschwert oder eine Rücknahme der Fahrzeuge gefordert, erläuterte US-Chef Horn. Nach Medienberichten soll VW in Betracht ziehen, rund 115.000 Fahrzeuge zurückzukaufen. Horn sagte, von den gut 480.000 Besitzern der Autos mit manipuliertem Zwei-Liter-Motor hätten inzwischen 260.000 die 1000-Dollar-Gutscheine abgerufen.

"DIESEL-GATE" BREMST DEUTSCHE IN USA AUS

Unterdessen rechnen die deutschen Autohersteller wegen des VW-Skandals 2016 in den USA mit Stagnation. Der Absatz der deutschen Marken werde voraussichtlich wie im Vorjahr bei 1,4 Millionen Fahrzeugen liegen, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Als Grund nannte er die "Diesel-Geschehnisse" von VW, deren Auswirkungen auf die anderen Hersteller noch nicht absehbar seien. Mittelfristig rechnet der VDA jedoch mit weiterem Wachstum der deutschen Marken auf dem US-Markt. Insgesamt erwartet der deutsche Branchenverband für 2016 in den USA ein leichtes Wachstum des Automarktes (Pkw und Light Vehicles) um ein Prozent auf 17,5 Millionen Einheiten.

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