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BÖRSENCRASH

Was steckt hinter dem Ausverkauf an den Aktienmärkten?

WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Deutsche Bank AG
12,54 EUR
0,04 EUR 0,34 %
01.07.2016 - 17:57
15.02.2016 07:36:00

Angst hält die Finanzmärkte fest im Griff: Angst vor einer Wirtschaftsflaute, vor den Folgen des rasanten Ölpreis -Verfalls und vor einer Schieflage der Bankenbranche. Aus diesem Grund werfen Investoren seit Wochen Aktien und andere als riskant geltende Anlagen aus ihren Depots. Sie fliehen in "sichere Häfen" wie Bundesanleihen und Gold. Es folgen Antworten auf einige Fragen, die die aktuellen Kursturbulenzen aufwerfen.

WAS IST DER WICHTIGSTE GRUND FÜR DEN AUSVERKAUF?



Ganz oben den den Verkaufslisten der Investoren stehen die Banken. Ihnen machen die ultra-niedrigen Leitzinsen und die Strafzinsen auf Einlagen bei den Notenbanken zu schaffen. Ersteres drückt die Gewinnmargen im Kreditgeschäft, und letzteres gilt als Zusatzsteuer. Die Geschäftsbanken müssen die EZB und andere Zentralbanken dafür bezahlen, wenn sie überschüssiges Geld bei diesen parken. Damit soll die Kreditvergabe angekurbelt werden. Auch für die US-Notenbank (Fed) ist die Thema kein Tabu, wie Fed-Chefin Janet Yellen jüngst deutlich machte.

Darüber hinaus werden die milliardenschweren Geldspritzen der Notenbanken - Quantitative Easing (QE) genannt - zunehmend kritisch gesehen. Die wegen der Wertpapierkäufe künstlich niedrigen Anleihe-Renditen schmälerten die Einnahmequellen der Geldhäuser, erläutert Steve Englander, Devisenstratege bei der Citigroup. Deutsche Bank und Credit Suisse verschreckten Anleger in den vergangenen Wochen mit Milliarden-Verlusten. Ihre Aktien sind Jahresbeginn um jeweils rund 40 Prozent eingebrochen.

IST NICHT DER ÖLPREIS DAS EIGENTLICHE PROBLEM?



Wegen der weltweiten Überproduktion bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage ist Rohöl derzeit so billig wie seit 13 Jahren nicht mehr. Die US-Sorte WTI kostet aktuell nur noch rund 27 Dollar je Barrel (159 Liter).

Zunächst wurde der Ölpreis-Verfall als Konjunkturprogramm für die Industriestaaten willkommen geheißen. Dank niedrigerer Energiepreise bleibt Unternehmen mehr Spielraum für Investitionen und Verbrauchern mehr Geld für Konsum. Nun rückt die Kehrseite in den Vordergrund: Wegbrechende Einnahmen reißen riesige Löcher in die Haushalte der Förderländer.

"Investoren verkaufen zur Zeit alles, was mit Öl zu tun hat", betont Stephen Massocca, Chef-Anleger bei der Investmentfirma Wedbush Equity Management. In den USA droht eine Pleitewelle von Bohrfirmen. Diese fördern den Rohstoff meist mit Hilfe des umstrittenen Fracking-Verfahrens. Das bringt dann wieder die Banken in die Bredouille, die milliardenschwere Kredite an die Branche vergeben haben. "Die Probleme des Ölsektors scheinen die positiven Folgen der geringeren Tankrechnung für die Verbraucher zu überwiegen", sagt Commerzbank-Volkswirt Bernd Weidensteiner.

WAS IST MIT DER FED?



Wegen der Probleme im Ölsektor schrumpfe die US-Wirtschaft in Teilbereichen bereits, sagt Aktienstratege Carsten Klude vom Bankhaus MM Warburg. Investoren rätseln nun, wie die Fed darauf reagiert. "Teil des Problems ist, dass die Fed im Niemandsland ist - weder 'Falken' noch 'Tauben' haben die Oberhand", betont Terri Spath vom Anlageberater Sierra Investment Management. "Für die Märkte ist das unbefriedigend." Vertreter einer lockeren Geldpolitik werden als Tauben bezeichnet und die Befürworter strafferer Zügel als Falken. Die Kurse an den Terminmärkten signalisieren, dass Anleger nach der US-Zinswende im vergangenen Dezember frühestens für 2017 mit weiteren Erhöhungen rechnen.

WANN HÖRT DER AUSVERKAUF AUF?



Alan Gayle, Anlagestratege beim Vermögensverwalter RidgeWorth, sieht die Talsohle der internationalen Aktienmärkte noch nicht erreicht. Denn panikartige, wahllose Verkäufe - im Börsenjargon "Kapitulation" genannt und ein Hinweis auf einen nahenden Stimmungswechsel - seien bislang nicht zu beobachten.

Reuters

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Bildquelle: Kai Pfaffenbach/Reuters

Aktien in diesem Artikel

Commerzbank 5,83 0,12% Commerzbank
Credit Suisse 9,67 1,18% Credit Suisse
Deutsche Bank AG 12,56 1,87% Deutsche Bank AG

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-1,04

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