Für den operativen Gewinn (Ebita) rechnet der Manager zwar weiterhin mit einem Zuwachs um 17 Prozent auf 155 Millionen Euro. In diesem Betrag sind allerdings nun Erlöse aus einem unmittelbar bevorstehenden Verkauf einer ehemaligen Fertigung in Singapur enthalten, wie der Paderborner Konzern am Montag mitteilte.

Im Zeitraum April bis Juni lag der Umsatz mit 573 (Vorjahr: 575) Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau, dass Ebita ging auf 23 (26) Millionen Euro zurück. Unter dem Strich sank der Gewinn auf 15 (17) Millionen Euro.

Wincor hatte in den vergangenen Jahren unter den Folgen der Finanzkrise gelitten. Die Banken als eine der größten Kundengruppen des Konzerns hielten sich mit Investitionen zurück, das Europa-Geschäft hat sich bis heute nicht erholt. Wincor steuerte unter anderem mit Stellenstreichungen gegen.

Das kassierte Umsatzziel löst den größten Wincor Nixdorf -Kurssturz seit mehr als zwei Jahren aus. Die Aktien fallen um 9,3 Prozent und sind mit 36,07 Euro so billig wie zuletzt im März 2013. Dabei wechselten innerhalb der ersten 20 Handelsminuten bereits mehr Wincor-Papiere den Besitzer als an einem gesamten Durchschnittstag.

rtr