Zeitung - Trump lästerte bei Treffen mit Russen über Ex-FBI-Chef

Zeitung - Trump lästerte bei Treffen mit Russen über Ex-FBI-Chef
19.05.2017 23:26:48

Washington (Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat sich einem Medienbericht zufolge bei einem Treffen mit russischen Vertretern über den ehemaligen FBI-Chef James Comey abfällig geäußert.

Die "New York Times" berichtete am Freitag unter Berufung auf eine Aufzeichnung des Gesprächs, Trump habe Comey ein Tag nach dessen Entlassung als "verrückt" bezeichnet. Der Präsident habe außerdem wegen der angeblichen Verstrickungen seines Wahlkampfteams mit Russland großen Druck verspürt. "Der ist jetzt weg", soll Trump gesagt haben. Die Aussagen machte der Republikaner der Zeitung zufolge bei einem Besuch des russischen Außenministers Sergej Lawrow. Reuters konnte den Bericht zunächst nicht verifizieren.

Das US-Justizministerium hatte am Mittwoch den ehemaligen FBI-Chef Robert Mueller als Sonderermittler eingesetzt. Er soll untersuchen, ob es geheime Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und der Regierung in Moskau sowie eine Einflussnahme Russlands auf die Präsidentenwahl gab.

Schon seit langem gibt es den Verdacht, Russland habe sich in den Wahlkampf eingemischt. Comey war in der vergangenen Woche überraschend entlassen worden. Er leitete eine Untersuchung zu den Russland-Kontakten des früheren Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn. Für zusätzlichen Sprengstoff sorgte ein am Dienstag bekanntgewordenes Gesprächsprotokoll Comeys, wonach ihn Trump im Februar zur Einstellung der Flynn-Untersuchung aufforderte. Auf einer Pressekonferenz bestritt der Präsident dies: "Nein. Nein. Nächste Frage."

Die "Washington Post" veröffentlichte unterdessen einen Bericht, wonach bei den Russland-Ermittlungen ein hochrangiger Berater Trumps als "Person von Interesse" gesehen wird. Einen Namen nannte die Zeitung nicht.

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit