04.02.2016 16:31:55

Zinswende für britische Notenbank derzeit kein Thema


London (Reuters) - Die britische Notenbank hält an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Die Bank of England (BoE) entschied am Donnerstag, den Schlüsselzins zur Versorgung der Banken mit Geld bei 0,5 Prozent zu belassen.

Auch das Anleihen-Kaufprogramm im Volumen von 375 Milliarden Pfund bleibt. Laut Sitzungsprotokoll votierte keiner der neun Währungshüter dafür, dem Beispiel der US-Notenbank zu folgen und die Zinsen zu erhöhen. Obwohl die Wirtschaft in Großbritannien ähnlich wie in den USA rundläuft, will die BoE vorerst keine geldpolitische Wende einleiten. Notenbankchef Mark Carney hatte jüngst betont, die Zeit für eine Zinserhöhung sei noch nicht reif. Zunächst müsse die Wirtschaft stärker wachsen und die Inflation anziehen.

Die Wirtschaft auf der Insel hat im Sog der globalen Konjunkturabkühlung etwas an Fahrt verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2015 um 2,2 Prozent. Die BoE geht davon aus, dass die Wirtschaft dieses Tempo 2016 halten wird. Weit größere Sorge bereitet die unerwünscht niedrige Inflationsrate den Londoner Währungshütern: Sie war 2015 mit null Prozent so niedrig wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen in den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Im Dezember lag die Jahresteuerung immerhin bei 0,2 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Januar 2015. Die Notenbank geht davon aus, dass die Inflationsrate dieses Jahr unter einem Prozent bleiben wird. Binnen zwei Jahren soll das Ziel einer Teuerungsrate von zwei Prozent aber wieder erreicht werden.

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