Sands China Aktie [WKN DE: A0YFEW / ISIN: KYG7800X1079]

25.03.2016 09:00:00

Glücksspiel

Zockerparadies Macau: Vier Wetten auf Kasinoaktien


Nach einem steilen Aufstieg stürzten die Kasinos der Sonderverwaltungszone zuletzt tief in die Krise. Nun gibt es aber erste Anzeichen für ein Ende der Talfahrt. Welche Glücksspielaktien jetzt wieder einen Blick wert sind. Von Jürgen Büttner

Wie klein die Welt doch ist, zeigte sich jüngst wieder auf der Karibikinsel Grand Cayman: Hinter meinem Frisierstuhl stand ein Philippino, der eine Zeit lang in Macau der persönliche Friseur des Kasino-Tycoons Stanley Ho gewesen war. Beim Small-Talk sprach der Coiffeur auch deshalb hochachtungsvoll von dem zu den reichsten Chinesen zählenden Kasino-Tycoon, weil offensichtlich dessen Trinkgeld stimmte.

Ob sich Stanley Ho damals auch rasieren ließ, kam nicht zur Sprache. Rasiert wurden aber in den vergangenen Jahren die Aktien der in Macau tätigen Kasinobetreiber. Der Macau Gaming Index hat sich seit Februar 2015 in der Spitze mehr als halbiert. Beim Kasinobetreiber SJM Holdings aus Hos Imperium summierten sich die Kursverluste seit Oktober 2013 auf bis zu 83,6 Prozent.

Nach einem zuvor steilen Aufstieg war ab dem vierten Quartal 2013 plötzlich die Luft raus. Denn die chinesische Regierung hatte der Korruption den Kampf angesagt, und das verleidete vielen zocker- und wettbegeisterten Chinesen die Reise nach Macau, dem einzigen Ort im Reich der Mitte, an dem Glücksspiel legal ist.

Zocker vom Glück verlassen



Der Einbruch erfolgte just zu einem Zeitpunkt, als die Kasinoindustrie der chinesischen Sonderverwaltungszone die siebenfache Größe des Glücksspiel-Eldorados Las Vegas erreicht hatte. Wie schnell sich nicht nur am Spieltisch das Schicksal wenden kann, sondern auch im Geschäftsleben, erfuhr die örtliche Kasinobranche anschließend auf die harte Tour: Die Branchenumsätze sinken ununterbrochen schon seit 21 Monaten.

Die Branche mit ihren über 56 000 Mitarbeitern hat eine enorme volkswirtschaftliche Bedeutung für Macau mit seinen rund 650 000 Einwohnern. Wegen der Krise der Glücksspiel-Industrie brach das reale Bruttoinlandsprodukt im Vorjahr um satte 20,3 Prozent ein.

Doch neuerdings wird schon wieder mehr nach dem Zockermotto "Neues Spiel, neue Chance, neues Glück" gedacht. Denn die Bruttospielerträge sanken im Februar nur leicht um 0,1 Prozent auf 19,5 Milliarden Pataca (umgerechnet rund 2,2 Milliarden Euro), nachdem im Januar noch ein Minus von 21,4 Prozent zu Buche stand. Die Geschäfte rund um das chinesische Neujahrsfest sind damit besser gelaufen als befürchtet. Davon beflügelt, sind die Aktien der in der ehemaligen portugiesischen Kolonie tätigen Kasinobetreiber im Schnitt in kürzester Zeit deutlich angesprungen. Ob dieser Schwung anhalten kann, hängt von den Launen der potenziellen Glücksritter ab.

Auf Seite 2: Chance und Bürde zugleich



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Bildquelle: Istockphoto

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