dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 02.02.2016

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 02.02.2016
02.02.2016 17:09:40

GESAMT-ROUNDUP: Arbeitslosigkeit auf Rekordtief - Studie: Weniger Schwarzarbeit

NÜRNBERG/TÜBINGEN - Der deutsche Arbeitsmarkt präsentiert sich zu Jahresbeginn dank der guten Konjunktur und des milden Winters in Topform: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) verzeichnete die niedrigste Januar-Arbeitslosigkeit seit 1991. Insgesamt waren 2,92 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit. Das waren zwar wegen des üblichen Stellenabbaus im Winter auf dem Bau und in anderen Außenberufen 239 000 mehr als im Dezember, aber 111 000 weniger als vor einem Jahr, berichtete die BA am Dienstag in Nürnberg. Einer Studie zufolge ist zudem die illegale Beschäftigung in Deutschland etwas rückläufig.

Weise: Winterarbeitslosigkeit bleibt unter drei Millionen

NÜRNBERG - Trotz des saisonüblichen Stellenabbaus wird die Winterarbeitslosigkeit in diesem Jahr nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) die Drei-Millionen-Schwelle nicht überschreiten. "Das ist wirklich einmalig, dass wir in diesem Winter nicht über drei Millionen Arbeitslose kommen", sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise am Dienstag in Nürnberg.

Eurozone: Arbeitslosigkeit fällt 4. Monat in Folge - tiefster Stand seit 2011

LUXEMBURG - In der Eurozone hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt nach der schweren Krise weiter entspannt. Im Dezember sei die Arbeitslosenquote auf 10,4 Prozent gefallen, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mit. Damit ging die Quote den vierten Monat in Folge zurück und erreichte den tiefsten Stand seit Oktober 2011. Die positive Entwicklung kam für Volkswirte überraschend. Sie hatten mit einer Dezember-Quote von unverändert 10,5 Prozent gerechnet.

ROUNDUP/Studie: Gute Konjunktur drängt Schwarzarbeit etwas zurück

TÜBINGEN/LINZ - Die illegale Beschäftigung in Deutschland ist einer Studie zufolge dank der guten Konjunktur etwas rückläufig. Der Anteil der sogenannten Schattenwirtschaft an der Wirtschaftsleistung werde 2016 schätzungsweise um 0,4 Prozentpunkte auf 10,8 Prozent sinken, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Studie des Tübinger Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und der Universität Linz. "In der guten Wirtschaftslage verdienen die Beschäftigten mehr, ihr Stundenlohn steigt oder sie können bezahlte Überstunden machen", sagt Studienautor Friedrich Schneider. "Dadurch wollen weniger Menschen in ihrer Freizeit schwarzarbeiten."

Deutschland: Zahl der Erwerbstätigen sinkt leicht auf 43,3 Millionen

WIESBADEN - Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibt weiter robust, allerdings ist die Zahl der Erwerbstätigen Ende 2015 aus jahreszeitlichen Gründen etwas gesunken. Im Dezember seien rund 43,3 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig gewesen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag nach vorläufigen Berechnungen mit. Im Vergleich zum November ist dies ein Rückgang um 173 000 Personen oder 0,4 Prozent. Der Rückgang war laut Bundesamt etwas geringer als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

EU-Konservativenchef Weber: Briten-Debatte noch nicht abgeschlossen

BRÜSSEL - Im Tauziehen um den EU-Verbleib Großbritanniens sieht der Chef der Konservativen im Europaparlament, Manfred Weber, auch nach den neuen Brüsseler Vorschlägen noch Diskussionsbedarf. "Das gilt besonders für die Regelungen zu den Sozialsystemen", sagte der Vorsitzende der EVP-Fraktion am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

Industrieproduktion in Brasilien mit stärkstem Rückgang seit 1990

BRASÍLIA - Unter dem Eindruck einer tiefen Wirtschaftskrise ist die brasilianische Industrie 2015 um 8,3 Prozent eingebrochen und damit so stark wie seit 1990 nicht mehr. Den stärksten Rückgang verzeichnete die Autoindustrie mit 25,9 Prozent, wie das Statistikamt IBGE am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr war die Industrie bereits um 3 Prozent geschrumpft.

Empörung in Bulgarien über Grenzblockaden griechischer Bauern

SOFIA - Die Bulgaren reagieren mit Unverständnis und Empörung auf Straßenblockaden protestierender griechischer Bauern an vielen Grenzpunkten. Bulgarien werde, "falls es notwendig wird, das Eingreifen Brüssels beantragen", sagte Außenminister Daniel Mitow am Dienstag dem Staatsradio in Sofia. Griechische Bauern protestieren seit mehr als zwei Wochen mit Straßen- und Grenzblockaden gegen die geplante Renten- und Steuerreform der Links-Rechts-Regierung in Athen.

Sparkassen-Prognose: Deutsche Wirtschaft weiter stark

BERLIN - Die Sparkassen-Finanzgruppe sieht die deutsche Wirtschaft trotz der gegenwärtigen Probleme Europas in einer robusten Verfassung. Die Chefvolkswirte erwarten für dieses Jahr ein Wachstum von 1,8 Prozent und liegen damit einen Zehntelpunkt über der Prognose der Bundesregierung. Bei Wechselkursen und dem Ölpreis rechnen sie nun mit "keinen neuen allzu großen Turbulenzen mehr".

Mario Monti und Friede Springer bekommen Kieler Weltwirtschaftlichen Preis

KIEL - Der ehemalige EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti und die Verlegerin Friede Springer erhalten in diesem Jahr den Kieler Weltwirtschaftlichen Preis. Als weiteren Preisträger verkündete der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Dennis Snower, am Dienstag den Nobelpreisträger Oliver Williamson. Das Institut, die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt sowie die IHK würdigen mit der Auszeichnung Persönlichkeiten, die als Vordenker einer weltoffenen, marktwirtschaftlichen und sozialen Gesellschaft Herausragendes geleistet haben. Verliehen wird der Preis am 19. Juni während der Kieler Woche. Die Festrede hält dann Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

ROUNDUP: IG Metall fordert weniger Zuwachs als im Vorjahr

FRANKFURT - Die IG Metall wird in der anstehenden Tarifrunde für die deutsche Metall- und Elektroindustrie eine geringere Lohnsteigerung fordern als im Jahr zuvor. Nach den Regionen hat sich nun auch der Bundesvorstand der Gewerkschaft für eine Forderung zwischen 4,5 und 5 Prozent mehr Geld ausgesprochen. Bei der vorangegangenen Tarifrunde hatte die IG Metall noch 5,5 Prozent und zusätzliche Arbeitszeitverkürzungen verlangt.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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