dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 19.01.2016

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 19.01.2016
19.01.2016 17:09:39

ROUNDUP 2/IWF: Weltwirtschaft könnte aus der Bahn geworfen werden

LONDON - Der Internationale Währungsfonds sieht steigende Risiken für die Weltwirtschaft und senkt seine Konjunkturprognosen für das laufende und kommende Jahr. "Die Wachstumserwartungen scheinen stetig zu sinken", sagte der Chefökonom des IWF, Maurice Obstfeld. Zwar hoffe man, dass das Wachstum zum Jahresende in den meisten Ländern wieder etwas anziehe. Obstfeld betonte am Dienstag in London jedoch auch: "Wir haben wohl einen holprigen Weg vor uns."

ROUNDUP 3: 'Neue Normalität' in China: Schwächstes Wachstum seit 25 Jahren

PEKING - Trotz des langsamsten Wachstums seit 25 Jahren sieht die Regierung in Peking die zweitgrößte Volkswirtschaft auf Kurs. Das Wachstum fiel im vergangenen Jahr auf offiziell 6,9 Prozent, wie das Statistikamt am Dienstag berichtete. Der Rückgang lag im Rahmen der Erwartungen, so dass die seit Wochen von den Sorgen um China verschreckten globalen Finanzmärkte eher beruhigt waren. Staats- und Parteichef Xi Jinping sprach von der "neuen Normalität" und beschrieb die langfristigen Grundlagen der Wirtschaft als "tragfähig".

Deutschland: Schwächster Preisauftrieb seit 2009

WIESBADEN - In Deutschland sind die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr so schwach wie seit sechs Jahren nicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, lag die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt bei 0,3 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit 2009. Die Statistiker bestätigten damit vorläufige Ergebnisse von Anfang Januar.

ZEW-Konjunkturerwartungen trüben sich ein

MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Januar eingetrübt. Der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sei um 5,9 Punkte auf 10,2 Zähler gefallen, teilte das ZEW am Dienstag in Mannheim mit. Bankvolkswirte hatten im Mittel einen stärkeren Rückgang auf 8,0 Zähler erwartet. Die Bewertung der aktuellen Lage stieg um 4,7 Punkte auf 59,7 Zähler.

Eurozone: Wenig Bewegung bei Mini-Inflation

LUXEMBURG - Die Teuerung im Euroraum hat Ende vergangenen Jahres nur leicht angezogen. Die jährliche Inflationsrate stieg im Dezember im Vormonatsvergleich um 0,1 Punkte auf 0,2 Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Der leichte Anstieg ergibt sich aus einer nach unten revidierten November-Rate - zunächst war von 0,2 Prozent die Rede gewesen.

Chef der britischen Notenbank: 'Zinserhöhung nicht an der Zeit'

LONDON - Der Chef der britischen Notenbank, Mark Carney, hat die Aussicht auf eine baldige Straffung der Geldpolitik in Großbritannien gedämpft. "Eine Zinsanhebung ist noch nicht an der Zeit", sagte Carney am Dienstag in einer Rede an der Queen Mary Universität in London. Die niedrigen Ölpreise und die Schwankungen an den chinesischen Finanzmärkten seien nicht das passende Umfeld für eine Straffung der Geldpolitik.

Großbritannien: Verbraucherpreise steigen etwas stärker

LONDON - In Großbritannien sind die Verbraucherpreise im Dezember etwas stärker gestiegen. Die Inflationsrate betrug 0,2 Prozent, nachdem sie im November 0,1 Prozent betragen hatte, wie das Statistikamt ONS im Dienstag mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit der Entwicklung gerechnet. Ausschlaggebend waren etwas höherer Flugpreise.

Volkswirte sehen Chinas Wirtschaft 'trotz aller Unkenrufe' auf Kurs

FRANKFURT - Chinas Wirtschaft steht nach Einschätzung von Experten besser da als zuletzt immer wieder befürchtet. Zwar ist die Wirtschaft der Volksrepublik im vergangenen Jahr mit 6,9 Prozent so langsam wie seit 25 Jahren nicht mehr gewachsen. Doch das ist nach Ansicht so mancher Landeskenner nur Ausdruck des Wandels vom Schwellen- zum Industrieland.

Erstmals seit Kulturrevolution: Chinas Stromproduktion rückläufig

PEKING - Zum ersten Mal seit fast fünf Jahrzehnten ist Chinas Stromproduktion gefallen. Während das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr mit 6,9 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren zurückging, sank die Energieerzeugung um 0,2 Prozent im Vorjahresvergleich, wie das Statistikamt in Peking am Dienstag berichtete. Es war der erste Rückgang seit 1968, als der Höhepunkt der Kulturrevolution (1966-76) das Land lahmgelegt hatte. Im Dezember erreichte das Minus sogar 3,7 Prozent, während sich der Anstieg der Industrieproduktion weiter abschwächte. Die Energiekapazität wurde im vergangenen Jahr hingegen um rund zehn Prozent ausgebaut.

EZB: Banken lockern Kreditbedingungen weiter

FRANKFURT - Die Banken aus dem Euroraum haben ihre Kreditvergabebedingungen laut einer Umfrage weiter gelockert. Sowohl Unternehmens- als auch Immobilienkredite seien im vierten Quartal 2015 zu günstigeren Bedingungen vergeben worden, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag in Frankfurt mit. Hauptgrund für die Entwicklung sei ein erhöhter Wettbewerbsdruck.

ROUNDUP: Experten erwarten deutliches Plus bei Iran-Exporten

HALLE/MAGDEBURG - Firmen aus Sachsen-Anhalt können aus Sicht von Experten stark vom Ende der Iran-Sanktionen profitieren. Er erwarte erhebliche Sprünge bei den Iran-Exporten, sagte der Außenwirtschaftschef der Magdeburger Industrie- und Handelskammer, Andreas Müller. Der Iran sei ein großer Markt mit ebenso vielen Einwohnern wie Deutschland und habe großen Nachholbedarf, skizzierte die Bereichsleiterin Internationales der IHK Halle-Dessau, Birgit Stodtko, die Ausgangslage.

USA: NAHB-Hausmarktindex stagniert im Januar

WASHINGTON - Die Stimmung am US-Immobilienmarkt hat im Januar auf hohem Niveau stagniert. Der NAHB-Hausmarktindex verblieb bei 60 Punkten, wie die National Association of Home Builders (NAHB) am Dienstag mitteilte. Allerdings wurde der Wert für Dezember revidiert, nachdem zunächst 61 Punkte angenommen worden waren. Volkswirte hatten damit gerechnet, dass der Wert im Januar bei 61 Punkten liegen würde.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/tos

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