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CFD-Serie: Im Bann des Dollars

CFD-Serie: Im Bann des Dollars

WKN: 542800 ISIN: DE0005428007 comdirect bank AG

11,68 EUR
0,26 EUR 2,28 %
17.01.2018 - 17:03
02.03.2015 09:31:00

Mit CFDs können Anleger sich einfach und effektiv am Devisenmarkt positionieren. Im zweiten Teil der Serie weisen wir aber auch auf die Risiken hin. Von Wolfgang Hagl



Währungen

Die Schwäche des Euro in Relation zum US-Dollar schlägt hohe Wellen. Für die stark vom Export abhängigen Firmen Europas kommt er einem kleinen Konjunkturprogramm gleich. Derweil ist die Dollarstärke für US-Konzerne ein Ärgernis, da sie Waren aus den Staaten in Europa verteuert. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, warnt vor einem neuen Währungskrieg: "Ein Abwertungswettlauf schädigt alle." Natürlich denkt der Ökonom dabei nicht an die Trader. Einige von ihnen dürften sich die Hände gerieben haben. Vorausgesetzt, sie haben den Trendwechsel rechtzeitig erkannt und auf fallende Kurse beim Währungspaar Euro/US-Dollar gesetzt.

Kleiner Einsatz, große Wirkung

Einfach und effektiv lässt sich eine solche Strategie mit einem Contract for Difference (CFD) umsetzen. Er spiegelt die Differenz zwischen dem Ein- und Ausstiegskurs wider. Um sich in einem bestimmten Währungspaar positionieren zu können, muss der Anleger bei seinem Broker lediglich eine Sicherheitsleistung, die sogenannte Margin, hinterlegen. "Da es sich dabei nur um einen Bruchteil der tatsächlich bewegten Kapitalsumme handelt, sind CFDs mit einem stattlichen Hebel ausgestattet", erklärt Gregor Kuhn vom Broker IG Deutschland. Dieser Chance steht freilich ein entsprechend hohes Risiko gegenüber.

Im Fokus der Trader steht das Paar Euro/US-Dollar. Schwache US-Konjunkturdaten sprechen dafür, dass sich die US-Notenbank mit ihrer ersten Zinserhöhung doch mehr Zeit lässt.

In den vergangenen Monaten lastete vor allem die geldpolitische Diskrepanz auf dem Euro: In den Staaten schlug die Fed allmählich eine restriktivere Gangart ein. Derweil kennt die EZB keine Tabus, wenn es darum geht, die Inflation zu reanimieren und die Wirtschaft am Laufen zu halten. Aktuell beginnt sie damit, über den Aufkauf von Pfandbriefen und Kreditverbriefungen bis zu eine Billion Euro in den Markt zu pumpen. Ein fallender Euro wird von der EZB dabei gern in Kauf genommen, da er die Ausfuhren Europas beflügelt.

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