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Die Basis des Erfolgs

Die Basis des Erfolgs
02.11.2013 12:07:09

Wer in Differenzkontrakte investiert, sollte wissen, auf welchen Basiswert er setzt. Anleger bevorzugen vertraute Anlageklassen wie DAX, Dow Jones, Euro/Dollar, Gold und Öl. Von Gian Hessami

Ob Aktien, Indizes, Währungen, Devisen oder Rohstoffe. Mit CFDs (Contracts for Difference) können Anleger in die verschiedensten Anlageklassen investieren. Je nach Marktmeinung setzen sie mit Long- CFDs auf steigende und mit Short- CFDs auf fallende Märkte.

Anleger können dabei von der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswerts überproportional profitieren. Der Hebel entsteht dadurch, dass sie bei ihrem Broker nur einen geringen Teil des Basiswerts als Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegen. Je kleiner die Margin, desto größer der Hebel.

Entscheidend für den Anlageerfolg ist, ob sich die Markterwartung der Anleger erfüllt. Falls nicht, kann es durch den Hebel zu hohen Verlusten kommen, da er nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste vervielfacht. Daher ist es wichtig, sich vorab ein Bild über den Basiswert (auch Underlying genannt) zu machen, um zu entscheiden, auf welches Szenario man setzt.

Zu den beliebtesten Basiswerten gehören nach Angaben des CFD-Verbands hierzulande DAX, Euro/Dollar, Dow Jones, Bund Future sowie Gold und Öl. Konkrete Umsatzzahlen wollen derzeit weder der CFDVerband noch die beiden größten Broker in Deutschland, CMC Markets und IG, nennen. Bei IG machen DAX, Dow Jones und EUR/USD (Euro/Dollar) rund 75 Prozent der Umsätze deutscher Kunden aus.

Dass sich Anleger hierzulande gern für die erwähnten Underlyings entscheiden, ist kaum verwunderlich. "Anleger handeln in der Regel Basiswerte, zu denen sie den stärksten Bezug haben und mit denen sie sich am besten auskennen", sagt Gregor Kuhn, Manager bei IG. Weiterhin sind die Gebührenstruktur und die Liquidität wichtig. "Basiswerte wie DAX und EUR/USD sind sehr liquide, haben enge Spreads und unterliegen keiner Kommission", so der Experte.

Viele Anleger engagieren sich mit Hebelprodukten lieber bei Aktienbarometern als in Einzelwerten. Sich auf die Kursrichtung einer Aktie festzulegen ist meist schwieriger, als die Tendenz eines ganzen Marktes abzuschätzen.

Leitindizes von bekannten Ländern und Regionen bieten eine gute und schnelle Orientierung und geben Hinweise auf das Potenzial der entsprechenden Volkswirtschaften. Darüber hinaus schwanken die Kurse von Indizes in der Regel weniger stark als bei Einzeltiteln, weil die Barometer viele verschiedene Werte enthalten. Die daraus resultierende Diversifikation vermindert das Risiko. Ein weiterer Vorteil: Mit nur wenigen CFDs ist es möglich, ein breit diversifiziertes, internationales Portfolio zusammenzustellen. Kauft sich etwa ein Anleger jeweils einen Long-CFD auf den Euro Stoxx 50, den S & P 500 und den Nikkei 225, partizipiert er mit nur drei Kontrakten an insgesamt 775 internationalen Bluechips.

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Bildquelle: 123RF

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