HEBELPAPIERE

Dreimal Archimedes

Dreimal Archimedes
26.10.2013 11:41:26

Man kann mit ihnen nicht gleich die Welt aus den Angeln heben, aber sie versprechen viel Ertrag bei wenig Einsatz. CFDs, Optionsscheine und Knock-outs im Vergleich. Von Gian Hessami

Kaufe nur, was du verstehst." Diese Investmentregel ist bei Hebelprodukten besonders wichtig. Ob CFDs (Contracts for Difference, zu Deutsch: Differenzkontrakte), Optionsscheine oder Knock-out-Papiere - mit ihnen nehmen Anleger gehebelt an Kursbewegungen teil. Dabei setzen Anleger, je nach Positionierung, auf steigende (Long-Position) oder fallende (Short-Position) Kurse von Basiswerten wie Aktien, Indizes, Währungen und Rohstoffe. Der Hebel wirkt aber in beide Richtungen. Erfüllt sich die Markterwartung nicht, kann es zu überproportionalen Verlusten kommen. Wer sich für die spekulativen Produkte interessiert, sollte ihre speziellen Merkmale kennen.

Im Gegensatz zu Optionsscheinen und Knock-out-Produkten (auch Turbozertifikate genannt) werden CFDs in der Regel nicht über die Börse gehandelt, sondern direkt über einen Anbieter (Broker). CFDs sind rechtlich gesehen eine Vereinbarung zwischen dem Anleger und seinem Broker. Letzterer stellt die Kurse, legt die Bedingungen fest und bietet entsprechende Handelsmöglichkeiten. Anleger müssen bei einem CFD-Broker ein Depot eröffnen. Sie sollten darauf achten, ob und wie ihr Geld im Falle einer Pleite des Brokers geschützt ist - etwa über eine Einlagensicherung. Auf solche Sicherheiten müssen Anleger bei den - von Banken emittierten - Optionsscheinen und Knock-outs grundsätzlich verzichten. Bei diesen Papieren handelt es sich rechtlich gesehen um Inhaberschuldverschreibungen. Im Insolvenzfall des Emittenten kann es zum Totalverlust des Kapitaleinsatzes kommen.

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Bildquelle: Lee Pettet/Istockphoto

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