ETF DER WOCHE

Xetra-Gold als Krisenschutz

Xetra-Gold als Krisenschutz
25.02.2016 14:45:00

Anlagestrategen fürchten weitere Kurseinbrüche am Aktienmarkt. Mit Xetra-Gold können Anleger gegensteuern. Von Uli Kühn

Nach dem brutalem Einbruch schnellen die Aktienmärkte jetzt wieder nach oben. Haben die Märkte schon den Tiefpunkt gesehen? Oder öffnet sich nur eine Bullen-Falle, die optimistische Anleger zum Einstieg verleitet, um ihnen anschließend einen neuen Tiefschlag zu verpassen? Gut möglich, sagt Russ Koesterich, Chef-Anlage-Stratege bei Blackrock und zeigt sich so pessimistisch wie selten.

In seinem neuesten Kommentar warnt Koestrich die Anleger vor verfrühten Optimismus. Seine Einschätzung ist nicht ohne Gewicht, immerhin ist Blackrock die größte Fondsgesellschaft der Welt und zugleich der größte ETF-Anbieter auf dem Globus. "Der globale Aktienmarkt - gemessen am MSCI All-Country World Index - befindet sich per definitionem im Bärenmarkt", diagnostiziert Koesterich.

Auch die jüngste Erholung an den Börsen dürfte nicht ausreichen um diesen Bärenmarkt zu beenden. Mangels geldpolitischer Anreize müssten nach Koesterichs Einschätzung erst einmal die Unternehmensgewinne steigen, um dem Markt Auftrieb zu geben. Angesichts des abnehmenden Wirtschaftswachstums seinen steigende Gewinne der Unternehmen jedoch eher unwahrscheinlich.

Der Absturz könnte weiter gehen



Vor diesem Hintergrund sieht der Stratege Bewertungen und Kurse erst einmal weiter im Sinkflug. "Der Markt tut sich sehr schwer einen Boden zu finden", schreibt Koesterich in seinem Marktkommentar. Auch die Volatilität am Markt wird nach seiner Einschätzung hoch bleiben. Für den Strategen einer Fondsgesellschaft sind solche deutlichen Warnungen ungewöhnlich. Und tatsächlich rät Koesterich natürlich auch nicht zum totalen Ausstieg, sondern schreibt, als Tribut an seinen Arbeitgeber: "Eine Lösung durch den Tumult zu kommen könnten Investments in Qualitäts-Aktien sein".

Allein: Bei vielen Anlegern scheint das Vertrauen zu fehlen. "Die Investoren ziehen sich nicht nur aus Aktien zurück, sondern auch aus anderen risikobehafteten Wertpapieren wie Hochzinsanleihen", weiß auch Koesterich. In der Tat: Sichere Häfen sind derzeit gefragt: Die Feinunze Gold etwa, kostet erstmals seit einem Jahr wieder mehr als 1200 Dollar.

"Gold erweist sich wieder einmal als sicherer Hafen", schreibt auch Patrick Legland, Multi-Asset-Stratege der Societe Generale. Seit Jahresbeginn hätte der Goldpreis um 17 Prozent angezogen - doch selbst damit bleibe er noch mehr als 30 Prozent unter seinem früheren Höchstkurs. Als Turbo für den Goldpreis wirke die wieder aufkommende Anlegerangst vor systemischen Risiken und die Erwartung anhaltend niedriger Zinsen.

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Bildquelle: Julian Mezger

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