Goldpreis

06.11.2015 07:37:00

Marktkommentar

Jens Ehrhardt: EZB plant angeblich noch höhere Negativ-Zinsen


Nach dem stärksten Absturz seit langer Zeit im dritten Quartal an den Börsen brachte der Oktober erwartungsgemäß mit plus acht Prozent einen überdurchschnittlichen Monatszuwachs. Der Ausverkauf war fundamental unbegründet. Nachdem diese Übertreibung inzwischen korrigiert wurde, könnte wohl nur ein besonders expansives Gelddruck-Programm der EZB im Dezember der Auslöser für eine weitere Aufwärtsbewegung sein.

Ausgabe KW 45 / 2015

  • Die kurzfristige FW-Prognose ging exakt auf: Doppeltief des DAX bei gut 9.300 und dann (ebenso an Wall Street und anderen Börsen) Erholung an die 200-Tage-Linie, was DAX 11.066 bedeutet. Man fragt sich, ob kurzfristig weiteres Potential an den Märkten besteht. Die Erholung an der Wall Street beschränkt sich auf relativ wenige Standardwerte, während der breite Markt weit unter den Hochs vom 2. Quartal notiert. Die mangelnde Marktbreite bremst.


  • Kommt es am 16.12. zu einer Zinserhöhung in den USA, wäre dies kurzfristig monetär ungünstig. In Europa belastet monetär die Zinsentwicklung bei den südeuropäischen Staatsanleihen. Dies spricht dafür, dass die Aktienerholung - nach dem extremen Oktober-Anstieg - ins Stocken kommen könnte. Nach dem stärksten Absturz seit langer Zeit im 3. Quartal an den Börsen brachte der Oktober erwartungsgemäß mit +8% einen überdurchschnittlichen Monatszuwachs. Der Ausverkauf war fundamental unbegründet. Nachdem diese Übertreibung inzwischen korrigiert wurde, könnte wohl nur ein besonders expansives Gelddruck-Programm der EZB im Dezember der Auslöser für eine weitere Aufwärtsbewegung sein. Auch das Risiko bleibt begrenzt aufgrund der weltweit besten Entwicklung der Geldmenge M1 in Europa.


  • Die EZB-Politik führte dazu, dass in Europa bereits 2,6 Billionen € an Staatsanleihen eine Negativ-Verzinsung aufweisen und Anleger beim Kauf dieser Anleihen zwangsläufig verlieren. Die EZB plant angeblich noch höhere Negativ-Zinsen.


  • Gold bildet weiterhin einen Boden aus. Längerfristig sollten die marktwirtschaftsfeindlichen Aktionen von Notenbanken und Regierungen zu höherer Goldnachfrage führen. Jüngst stieg die Nachfrage nach Gold hauptsächlich in China (nach Indien zweitgrößter Goldkäufer). Markt¬technisch gesehen war der Optimismus (z.B. bei Termintransaktionen) zuletzt aber zu stark gestiegen, so dass keine schnellen Gewinne zu erwarten sind.

    Beliebte DJE-Fonds

    Fonds ISIN Preis Währ- Perf. seit Perf. seit Fonds-
    4.11. ung 1.1.15 1.1.12 Note
    DJE Gold & Res. PA € LU0159550077 101,86 EUR -9,2% -44,7% 2
    DJE InterCash LU0159549814 121,66 EUR 0,7% 9,4% 2
    DJE Renten Global PA € LU0159549574 147,66 EUR 0,7% 18,2% 2
    DJE Zins & Divid. PA € LU0553164731 137,21 EUR 14,2% 47,5% 2
    DJE Asia High Div. PA € LU0374456654 164,74 EUR 8,6% 29,7% 3
    DJE Div & Sub LU0159550150 360,91 EUR 14,9% 62,5% 3

    Weitere Links:


    Bildquelle: DJE Kapital AG

    Fondsfinder

    Fondsname:
    Fondsgesellschaft:
    Fondsart:
     
    Ausgabeaufschlag:
    Mindestalter:
    Währung:
    Jahresperformance:
    Volumen:
    Sortieren nach:
     
    Suchen
     

    Nachrichten

    • Nachrichten zu Fonds
    • Alle Nachrichten
    pagehit