Goldpreis

14.12.2015 10:15:00

Marktkommentar

Jens Ehrhardt: Fallende Kurse aus Angst vor US-Zinserhöhung


Trotz Saisonrhythmus und der Ausweitung des europäischen Gelddruck-Prozesses um 260 Milliarden Euro fallen die Kurse aus Angst vor der US-Zinserhöhung am 16. Dezember. Die Börse fürchtet offensichtlich schlechtere US-Liquidität sowie fallende Gewinne.

Ausgabe KW 50 / 2015

Trotz Saisonrhythmus und der Ausweitung des europäischen Gelddruck-Prozesses um 260 Mrd. € fallen die Kurse aus Angst vor der US-Zinserhöhung am 16.12. Lange waren die Notierungen gestiegen, weil die Konjunktur nicht so schwach war, dass die Unternehmensgewinne gesunken wären, zugleich beschleunigte sich die Konjunktur auch nicht so sehr, als dass die US-Notenbank Zinserhöhungen ins Auge fassen musste. Inzwischen verbessert sich zwar die US-Konjunktur (wenn auch nicht mehr als in den vergangenen Jahren und nur mit ca. 2%), aber im Gegensatz zum Beginn früherer Zinserhöhungszyklen fallen diesmal die Unternehmensgewinne und die Inflation liegt bei Null. Bei solch niedrigen Teuerungsraten stimulierte die US-Notenbank sonst, statt zu bremsen. Die Börse fürchtet offensichtlich schlechtere US-Liquidität sowie (im Gegensatz zu früheren Zinserhöhungsprozessen) fallende Gewinne.

Das Ölpreisdesaster verdeutlicht die global schwache Güterproduktionskonjunktur.

Markttechnisch befindet sich die Börse zwar nicht in einem Zustand von gefährlich hohem Optimismus, aber die Schwäche der breiten Masse der US-Aktien (im Gegensatz zu wenigen großen Wachstumstiteln) war in der Vergangenheit regelmäßig ein Warnsignal. Auch der sehr niedrige Anteil von US-Aktien über der 200-Tage-Linie (obwohl der S&P 500 nur knapp unter Allzeithoch notiert) verdeutlicht die technische Schwäche der meisten US-Aktien.

Europa sollte im Hinblick auf Liquidität und Gewinnentwicklung weit besser abschneiden als Wall Street. Offen ist allerdings, wie sich der in den vergangenen Jahren massiv gestiegene Anteil des amerikanischen Besitzes z.B. an deutschen Aktien auswirken wird. Zwar hat sich Europa bisher abgekoppelt, allerdings nicht in Dollar gerechnet. Am wenigsten dürften die Anleger in Gold und Goldaktien engagiert sein, was technisch positiv zu werten ist.

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