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Die besten Lebensversicherungen

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WKN: 840400 ISIN: DE0008404005 Allianz

129,00 EUR
-1,46 EUR -1,12 %
25.08.2016 - 13:10
18.01.2016 07:15:00

Viele Kapitallebens- und private Rentenpolicen bringen 2016 so wenig ein wie nie. BÖRSE ONLINE zeigt, warum - und welche Verträge sich noch lohnen. Von Martin Reim

Es hatte so gut angefangen. Mitte November gab die Alte Leipziger als erster Lebensversicherer bekannt, welche Rendite er Neukunden für 2016 bietet - dieselbe wie im Jahr zuvor, nämlich 3,05 Prozent. Mittlerweile haben auch fast alle Konkurrenten ihre Zahlen veröffentlicht. Neben der Alten Leipziger haben aber nur drei Anbieter die laufende Verzinsung konstant gehalten. Alle anderen gingen nach unten. Das zeigt eine Auswertung von BÖRSE ONLINE, die 63 Unternehmen mit weit mehr als 90 Prozent der Marktabdeckung umfasst.

Demnach erhalten Kunden so wenig wie nie zuvor. Im Schnitt sind es 2,84 Prozent, im Vorjahr gab es noch 3,18 Prozent. Auch das war schon ein Rekordtief. Alle Werte gelten für neu abgeschlossene, ungeförderte Kapitallebens- und private Rentenversicherungen mit Garantiezins und laufender Beitragszahlung. Hintergrund des Niedergangs: Weil sie jedes Jahr zumindest den Garantiezins erwirtschaften muss, investiert die Assekuranz den Großteil des Kundengelds in Anleihen. Deren Renditen sinken jedoch stetig und haben im vergangenen Jahr neue Rekordtiefs markiert.

Verschärft wird die Lage durch die Tatsache, dass für ältere Verträge teilweise hohe Garantiezinsen gelten. So bekommt derjenige zumeist vier Prozent, der zwischen Mitte 1994 und Mitte 2000 unterschrieben hat. Um diese Ausschüttungen auch langfristig darstellen zu können, müssen die Versicherer eine Zinszusatzreserve bilden. Sie wächst stetig und schmälert das ohnehin schon schrumpfende Guthaben der Neukunden. Umgekehrt bedeuten die mageren Ergebnisse der Kapitalanlage für viele Altkunden, dass nicht mehr als der Garantiezins drin ist. Weiterhin wichtig: Sämtliche Prozentzahlen zeigen die sogenannte laufende Verzinsung und beziehen sich auf den Sparanteil, also Einzahlungen minus Kosten. Nach groben Schätzungen beträgt dieser Anteil - je nach Anbieter, Laufzeit und Vertragstyp - nur rund 75 bis 90 Prozent der Beiträge. Die laufende Verzinsung wird manchmal auch als Überschussbeteiligung bezeichnet. Sie ist, einmal definiert, für dieses Jahr verbindlich.

Bei allen Anbietern kommen noch unverbindliche Zusagen hinzu, etwa Schlussüberschussanteile. Für Kontrakte, die in einem bestimmten Jahr auslaufen, gibt es außerdem bei vielen Versicherern eine Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven. Diese entstehen, wenn Investments über ihrem Kaufpreis notieren.

Auf Seite 2: Auch für neuartige Kontrakte wichtig



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