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Erste Kunden von Genossenschaftsbanken müssen fürs Abheben zahlen

Erste Kunden von Genossenschaftsbanken müssen fürs Abheben zahlen
06.04.2017 10:30:00

Mindestens 17 Volks- und Raiffeisenbanken verlangen für Abhebungen ihrer Kunden an den eigenen Automaten Geld. Das zeigen Recherchen der FMH-Finanzberatung, die BÖRSE ONLINE vorliegen. Ob und wieviel verlangt wird, hängt vom jeweiligen Kontomodell ab. Von Martin Reim



Am meisten pro Abhebung verlangt die Volksbank Braunschweig, die beim Kontomodell "BraWo-Online" ab der sechsten Abhebung innerhalb eines Monats 1,95 Euro verlangt.



Die PSD Bank Westfalen-Lippe nimmt 1,02 Euro ab der sechsten Abhebung innerhalb eines Monats. Vor einigen Tagen hatte das Finanzportal biallo.de mitgeteilt, dass mindestens 40 Sparkassen die kostenlose Bargeldversorgung ihrer Kunden komplett oder teilweise eingestellt haben.


Übersicht: Was Volks- und Raiffeisenbanken von ihren Kunden pro Abhebung verlangen



Institut Preis in € Kontoname
Volksbank Braunschweig 1,95 1) BraWo-Online
PSD Bank Westfalen-Lippe 1,02 1) GiroDirekt
Volksbank Mönchengladbach 0,50 VR-Individualkonto
Eckernförder Bank 0,50 1) VR-Privatkonto
Raiffeisenbank München-Süd 0,40 Girokonto Classic
Volksbank Niederhrein 0,40 VR-Privatkonto
Gladbacher Bank 0,40 Konto classic
Aachener Bank 0,40 Girokonto VR-Komplett/VR-Net/VR-Individual
Volksbank Lahr 0,40 2) VR-Giro Privat
Frankfurter Volksbank 0,35 3) Einzelabrechnung
Raiffeisenbank Oberursel 0,35 4) VR-Privatkonto
Volksbank Münster 0,30 GiroKlassik
VR-Bank RhönGrabfeld 0,30 Girokonto Klassik
VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim 0,30 VR-GiroClassic
VR-Bank eG Region Aachen 0,25 VR-Basic
Kölner Bank 0,21 1) PRIVAT Girokonto
Hannoversche Volksbank 0,15 Individualkonto/Komfortkonto
1) ab der sechsten Abhebung innerhalb eines Monats; 2) ab der dritten Abhebung innerhalb eines Monats;
3) Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, frei; 4) innerhalb der Geschäftszeiten frei
Reihenfolge nach Höhe der Gebühren; Stand: 05.04.2017; Quelle: FMH-Finanzberatung


Bildquelle: Kai Pfaffenbach/Reuters