ZAHLUNGSVERKEHR

Nervtöter IBAN: So können Verbraucher Ruhe bewahren

Nervtöter IBAN: So können Verbraucher Ruhe bewahren

WKN: 542800 ISIN: DE0005428007 comdirect bank AG

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09.12.2016 - 18:59
08.02.2016 07:19:00

Ab 1. Februar müssen Verbraucher bei Überweisungen stets die 22-stellige IBAN verwenden. Apps und andere Handreichungen machen das Leben leichter. Von Brigitte Watermann

Vermutlich kennen die meisten Menschen ihre Handynummer ebenso auswendig wie ihre Kontonummer samt Bankleitzahl. Es soll aber auch Leute geben, die beides immer erst nachschauen müssen. Letztere werden es bald noch ein bisschen schwerer haben als heute - und die Ersteren müssen dazulernen. Denn ab 1. Februar ist die Zeit von Kontonummer und Bankleitzahl endgültig vorbei.

Um die IBAN, sprich die Internationale Bankkontonummer, kommt dann auch der letzte Verweigerer nicht mehr herum. Sie ist etwa doppelt so lang wie eine Handynummer oder eine herkömmliche Kontonummer und umfasst 22 Stellen aus zwei Buchstaben und 20 Zahlen. Nachvollziehbar, dass sie den Spitznamen "IBAN, die Schreckliche" trägt.

Doch bekanntlich wird nichts so heiß gegessen wie gekocht. Wenn man weiß, wie die IBAN aufgebaut ist, lässt sie sich relativ gut merken. Sie beginnt immer mit der Länderkennung (im Falle von Deutschland mit DE) und einer zweistelligen Prüfziffer. Diese hilft den Banken, Zahlendreher zu erkennen - eine fehlerhafte Überweisung wird dann gar nicht erst ausgeführt. Darauf folgen die alte achtstellige Bankleitzahl und die Kontonummer auf zehn Stellen. Der Zwischenraum wird gegebenenfalls mit Nullen aufgefüllt.

Grund für die Umstellung sind die europaweiten Regelungen zum einheitlichen Euro-Zahlungsraum Sepa (Single Euro Payment Area). Er umfasst rund 500 Millionen Menschen in alle 28 Mitgliedstaaten der EU sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Öffentliche Verwaltungen, Unternehmen und Vereine müssen bereits seit August 2014 die Sepa-Zahlverfahren nutzen, Privatleute erhielten bis jetzt Schonfrist.

Die Banken bemühen sich darum, die Umstellung möglichst komfortabel zu machen. Seit Jahr und Tag findet man die eigene IBAN auf der Girocard und den Kontoauszügen. Wer Online-banking nutzt, konnte bislang oft sogenannte IBAN-Konverter verwenden, um Kontodaten in die IBAN umzurechnen. Manche Institute streichen die Konverter ab Februar. Andere Häuser, etwa die Sparkassen, bieten sie weiterhin an, wenn auch nicht mehr direkt auf der Online-Überweisungsmaske.

Denn die Banken sind künftig gesetzlich verpflichtet, nur noch die IBAN bei Überweisungen zu akzeptieren. Sollte jemand vom ganzen Umstellungstrara nichts mitbekommen haben und künftig einen Papier-Überweisungsträger mit den alten Angaben bei seiner Bank abgeben, wird seine Überweisung daher nicht ausgeführt. Die Institute werden den Kunden dann informieren und ihn bitten, einen neuen Überweisungsträger auszufüllen. Kosten werden ihm für die Fehlnutzung nicht aufgebrummt.

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Bildquelle: Ralph Orlowski/Reuters

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