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Neue Besteuerung ab 2018: Was Fonds-Anleger wissen müssen

Neue Besteuerung ab 2018: Was Fonds-Anleger wissen müssen

WKN: 931020 ISIN: US7135693098 Per-Se Technologies Inc.

13.08.2017 08:40:00

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Wie hoch fallen diese geplanten Freistellungen aus?


Das ist unterschiedlich: Bei Aktienfonds sollen die Teilfreistellungen für Privatanleger nun 30 Prozent betragen, bei offenen Immobilienfonds 60 Prozent oder 80 Prozent für Immobilienfonds mit Anlageschwerpunkt im Ausland. Für Mischfonds mit einem Aktienanteil von mindestens 25 Prozent sind laut dem Referentenentwurf Teilfreistellungen von 15 Prozent vorgesehen, für Mischfonds mit geringerem Aktienanteil dagegen nicht. Durch die nun festgelegten höheren Teilfreistellungen werde es für viele Privatanleger keine Steuererhöhungen geben, glaubt der Fondsverband BVI.

Was ist aber, wenn ich mit meinen Kapitalerträgen unterhalb des Sparerfreibetrags liege und eigentlich ja gar keine Abgeltungsteuer zahlen muss?


Sie stellen sich wohl geringfügig schlechter als mit dem jetzigen Verfahren. Bei Anlegern mit Kapitalerträgen unterhalb des Sparerfreibetrags von 801 Euro laufen die Freistellungen nämlich ins Leere sie erhalten auf Fondsebene steuerlich vorbelastete Erträge ausgeschüttet, profitieren aber nicht von den Teilfreistellungen. Wie zu hören ist, müssen sie im Schnitt mit einer Mehrbelastung von drei Euro pro Jahr rechnen. Das ist zugegebenermaßen nicht viel.

Ich habe noch Fondsanteile im Depot, die ich vor dem Start der Abgeltungsteuer erworben habe. Betreffen mich die neuen Steuerpläne auch?


Besitzer solcher Altanteile dürfen ja bislang Verkaufsgewinne daraus komplett steuerfrei einstreichen. Sie müssen eine bittere Pille schlucken: Der Bestandsschutz für Altanteile wird mit einem Verfallsdatum versehen.

Wie soll das funktionieren?


Mit dem geplanten Start des neuen Steuerregimes - geplant ist Anfang 2018 - sollen alle Fondsanteile unabhängig vom Kaufdatum per 31. Dezember 2017 als fiktiv veräußert und dann ab 1. Januar 2018 fiktiv als wieder angeschafft gelten, die Daten dafür werden bei den depotführenden Stellen gespeichert. Gewinne aus Altanteilen, die bis dahin tatsächlich realisiert werden oder als Buchgewinne aufgelaufen sind, bleiben komplett steuerfrei. Verkaufsgewinne aus Anteilen, die vor 2009 angeschafft wurden und dann ab 2018 entstehen, sollen dagegen künftig nur bis zu einem Wert von insgesamt 100 000 Euro pro Anleger steuerfrei bleiben. Darüber hinaus unterliegen auch sie dann der Abgeltungsteuer.

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