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Onlinebanking im Risikocheck

Onlinebanking im Risikocheck

WKN: 542800 ISIN: DE0005428007 comdirect bank AG

11,36 EUR
0,12 EUR 1,02 %
24.11.2017 - 16:39
25.06.2017 12:00:00

Sicher im Netz: Ob zu Hause vom Rechner aus oder von unterwegs: Onlinebanking ist für immer mehr Deutsche eine Selbstverständlichkeit, doch es gibt immer wieder neue Sicherheitsrisiken. So bleiben Sie auf der sicheren Seite. Von Brigitte Watermann



Onlinebanking? Ja, aber mit mulmigem Gefühl. So könnte man die Einstellung der Deutschen treffend zusammenfassen: Zwar werden inzwischen gut 60 Millionen von knapp 100 Millionen Girokonten in Deutschland online geführt, Tendenz weiter steigend. Doch noch immer hegen viele Deutsche Sicherheitsbedenken: Während die Verbreitung von Smartphones, Tablets und Co hierzulande auf ähnlichem Niveau liegt wie im europäischen Durchschnitt, nutzen die Deutschen die Geräte deutlich seltener, um Bankgeschäfte zu erledigen, so eine Studie der ING-DiBa. Vielen fehlt schlicht das Vertrauen in die Sicherheit.



Kein Wunder, wird doch das Vertrauen in regelmäßigen Abständen auf die Probe gestellt. Erst kürzlich, im Mai 2017, sorgte die massenhaft verbreitete Wanna-Cry-Schadsoftware, die befallene Computer sperrte, für Angst und Schrecken.


Alte Masche, großer Schaden



Auch das mTAN-Verfahren, bei dem die Transaktionsnummer TAN per SMS aufs Handy kommt, wurde unlängst wieder einmal überlistet: Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, war es Kriminellen gelungen, eine Schwachstelle im Telekommunikationsnetz auszunutzen, um Geld von Bankkunden in dunkle Kanäle umzuleiten. Das ging so: Im ersten Schritt spionierten die Täter Kontonummer und Zugangscodes sowie Mobilfunknummer ihrer Opfer aus. Dafür schickten sie Mails an ihre Opfer und verleiteten diese dazu, ihre sensiblen Daten preiszugeben - auf gefälschten Webseiten, die ähnlich aussehen wie die original Bankwebseiten. So weit, so bekannt von früheren Angriffen.

"Ihre Bank oder Sparkasse wird Sie niemals nach vertraulichen Informationen wie Kontodaten oder persönliche Daten per E-Mail oder Telefon fragen", wird die Deutsche Kreditwirtschaft nicht müde zu warnen. Leider fallen immer noch Unbedarfte darauf rein. Mit diesen Informationen können die Onlinetäter zwar das Konto des potenziellen Opfers anschauen, aber noch kein Geld abzweigen. Dafür brauchen sie den Zugang zum Handy, über das mittels mTAN eine Transaktion freigegeben wird. Dafür nutzten die Hacker offenbar eine Schwachstelle in einem internen Netzwerk der Telekomanbieter aus, über das diese sich weltweit austauschen und etwa Roaming, also das Telefonieren im ausländischen Netz, ermöglichen. Kriminelle konnten sich offensichtlich Zugang zu diesem Netzwerk verschaffen und dadurch Rufnummernumleitungen einrichten, ohne dass Kunden etwas davon mitbekamen. Den Betrügern gelang es dadurch Anfang 2017 vereinzelt, sich ins Konto ihrer Opfer einzuloggen, die SMS mit der TAN für die Freigabe einer Überweisung aufs Handy unbemerkt weiterzuleiten und dadurch Überweisungen in dunkle Kanäle anzustoßen. Inzwischen sollen deutsche Kunden laut "Süddeutscher Zeitung" vor solchen Angriffen geschützt sein.

Auf Seite 2: Die sichersten Verfahren



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